28.12.2011, 12:00 Uhr
BAYREUTH. Die Neujahrskonzerte in der Schlosskirche gehören zur Bayreuther Tradition. Am 1. Januar 2012 aber schließt das festliche Konzert an eine besonders glanzvolle Zeit an – mit Solokantaten und Instrumentalkonzerten aus der höfischen Ära Bayreuths.
Schon Markgraf Christian Ernst und sein Sohn Georg Wilhelm hatten den Ruf des Bayreuther Hofs aufpoliert, indem sie Musiker aus Italien einluden, sich ihrer Hopfkapelle anzuschließen. Mit
Markgräfin Wilhelmine sollte sich die Oper im markgräflich höfischen Bayreuth zu höchster Blüte erheben – auch dank der Vermittlung Friedrichs, des späteren
Großen, der in seiner Rheinsberger Zeit selbst einen Musenhof eingerichtet hatte.
Festlicher Glanz des Barock
Zu deutschen Musikern und italienischen Vokalisten gesellten sich in Bayreuth – wenn auch mitunter nur als Gäste – bedeutende Künstler aus Potsdam. Darunter waren die Brüder Carl Heinrich und Johann Gottlieb Graun sowie Friedrichs Flötenlehrer Johann Joachim Quantz und der Dresdner Hofkapellmeister Johann Adolph Hasse, einer der berühmtesten Opernkomponisten seiner Zeit. Auch Georg Philipp Telemann lieferte für den Bayreuther Hof als „Kapellmeister von Haus aus“ Instrumentalwerke und jedes Jahr eine Oper. Der musikalische Glanz des markgräflichen Bayreuths erstrahlt am Sonntag, 1. Januar, in der Schlosskirche (16 Uhr).
Dabei musizieren die Solisten der „Capella Notre Dame“, die regelmäßig mit Regionalkantor Christoph Krückl zusammenarbeiten. Die Instrumentalisten sind allesamt
Spezialisten für Alte Musik und Mitglieder in bedeutenden europäischen Ensembles. Der Altus Andreas Pehl gastiert ebenfalls regelmäßig in Zentren barocker Musizierpraxis.
Pehls Aufnahmen vor allem barocker Vokalwerke werden immer wieder von Kritikern gefeiert. Karten für das Neujahrskonzert gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse. Restkarten an der
Tageskasse.
red/Foto (Archiv): Kolb
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