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28.12.2011, 11:00 Uhr

 

Fichtelgebirgsgemeinden hoffen auf Chance bei der Landesgartenschau

BISCHOFSGRÜN. Im Jahre 2016 wird in Bayreuth die Landesgartenschau stattfinden. Im Hohen Fichtelgebirge könnte man sich gut vorstellen, als Außenstandort Teil dieses Großevents zu werden.

 

Das Stichwort Landesgartenschau geisterte in jüngster Vergangenheit rund um den Ochsenkopf immer wieder durch die Öffentlichkeit. Zuletzt hatte Bischofsgrüns Bürgermeister Stephan Unglaub im Zuge der Bürgerversammlung in der Reihe der 2011 vorangetriebenen Tourismusprojekte auch einen Beitrag zur Landesgartenschau erwähnt.

Themenvorschläge liegen bereits vor

Wie Unglaub auf Nachfrage erläutert, wurden die ersten Gespräche schon 2010 geführt. „Wir wollen uns als Region bewerben“, klärt er auf. Das seinerzeit für die Region tätige Büro Arcadis war deshalb gebeten worden, die Chancen einer Beteiligung abzuklären. Bislang gibt es indes keine Zusage. „Wir sind in Lauerstellung“, umschreibt denn auch Unglaub die derzeitige Situation.

Als mögliche Themen kann er sich für Bischofsgrün jedenfalls die Heilkräuter oder den Main als verbindendes Element vorstellen. Oder das Thema Naturerlebnis – in diesem Fall verbunden mit einer Aufwertung von Naturkurpark und kleinem Kurpark.

Im kommenden Jahr zur Landesgartenschau in Bamberg soll es jedenfalls ähnlich laufen: Dort werden insgesamt zehn Außenprojekte, sternförmig über den gesamten Landkreis Bamberg verteilt, Teil des Konzepts sein. Wie die Pressestelle der Landesgartenschau mitteilte, sollen die Besucher so länger als einen Tag in der Region gehalten werden. Eine Sprecherin des Landratsamtes in Bamberg ergänzt, dass bestehende Einrichtungen „aufgehübscht“ werden. Aus dem Budget der Landesgartenschau selbst stammen hierzu allerdings nur Mittel für Werbezwecke. Die Maßnahmen selbst werden auch dort durch den Landkreis getragen.

Am Ball bleiben

Die Erlebnisregion Ochsenkopf wird nach Auskunft von Geschäftsführer Andreas Munder schon in Bamberg auch mit einem Stand vertreten sein und will, was Bayreuth betrifft, am Ball bleiben.

Denn derzeit sind zwar auch für Bayreuth Außenprojekte angedacht. Doch der östliche Landkreis ist noch außen vor. Man sei aber prinzipiell aufgeschlossen, allerdings müsste der Beitrag thematisch zu der Ausrichtung auf Wilhelmine und die Markgrafenzeit passen, wie Ullrich Meyer zu Helligen vom Stadtplanungsamt Bayreuth erläutert.

Denn dass eine Landesgartenschau durch Außenprojekte durchaus auch positive Auswirkungen in der Fläche hat, zeigen Erfahrungen aus Marktredwitz. Dort fand im Jahr 2006 die erste grenzübergreifende Landesgartenschau statt. In einer 2007 an der Fachhochschule Hof eingereichten Diplomarbeit wurde durch Marianne Arzberger die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung und detailliert auch die der Außenprojekte in Konnersreuth und Waldsassen ermittelt: Etwa 23.000 Besucher hatten den Besuch der Schau mit einem Abstecher zum Außenprojekt Klostergarten in Waldsassen verbunden, etwa 19.000 mit einem Besuch des „Resl-Gartens“ in Konnersreuth. Und die Gastronomie in der nördlichen Oberpfalz sprach von einem Umsatzplus von fünf Prozent im Zusammenhang mit der Gartenschau in Marktredwitz.

ju/Foto: Lammel




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