21.12.2011, 15:36 Uhr
Von Udo Bartsch
KIRCHENTHUMBACH/HAMBURG. Geschafft! Für die 15-jährige Anja endete am Mittwoch das lange Warten auf die lebensrettende Knochenmarkspende. Um 00.27 Uhr liefen die ersten Tropfen in ihren Körper. Damit ging ein langer Tag zu Ende, der das an einer tückischen Immunkrankheit leidende Mädchen und seine Familie erneut auf eine schwere Probe stellte.
Um 00.27 Uhr liefen die ersten Tropfen in ihren Körper. Damit ging ein langer Tag zu Ende, der das an einer tückischen Immunkrankheit leidende Mädchen und seine Familie erneut auf eine schwere Probe stellte.
Erst nach ein paar Wirrungen kam das Knochenmark des Spenders, eines 29 Jahre alten Portugiesen, gegen Mitternacht in der Universitätsklinik von Hamburg-Eppendorf an – mit zwölf Stunden Verspätung.
Schnee hält Anja nicht auf
Für zusätzliche Spannung sorgte die Wetterlage mit angekündigtem Schnee aus Westen. Kann das Flugzeug überhaupt in Hamburg landen, fragten sich die wartenden Beteiligten.
Kurz nach 23 Uhr am Dienstagabend erreichte die Maschine aus Lissabon schließlich Hamburg. Die Transplantation, die genau genommen eine Infusion ist, konnte wenig später beginnen. Tropfen für Tropfen, sechs Stunden lang, ein neues Leben.
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