20.12.2011, 17:42 Uhr
Von Alexander Bauer
BAYREUTH. Ist bald kein Platz mehr im Asylbewerberheim in der Wilhelm-Busch-Straße? So scheint es zumindest, denn laut der Regierung von Oberfranken sollen bis zum Jahresende noch rund 50 Asylbewerber in Bayreuth untergebracht werden.
„Die Zahl derer, die Asyl in Deutschland beantragen, wird nicht niedriger“, sagt Uwe Zeuschel, stellvertretender Pressesprecher der Regierung von Oberfranken. „Die Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf ist voll besetzt, da geht nichts mehr. Darum werden wir in Bayreuth Menschen aufnehmen müssen.“ Das heißt für das Asylbewerberheim in der Wilhelm-Busch-Straße, dass in der nächsten Zeit bis zu 50 neue Flüchtlinge hinzukommen. „Für diese Menschen suchen wir derzeit Zimmer, in denen wir sie unterbringen können. Diese Entscheidung wollten vier Asylbewerber nicht hinnehmen. „Es kann doch nicht sein, dass wir zu fünft in einem Zimmer wohnen sollen, das vielleicht für maximal vier Personen ausgelegt ist“, sagt Wahedullah Schahed aus Afghanistan, der seit sechs Monaten im Heim wohnt. Zusammen mit drei anderen afghanischen Flüchtlingen lebt, isst und schläft er derzeit in einem Zimmer im zweiten Stock des Heims. Als sie davon erfuhren, dass eine weitere Person in ihr Zimmer ziehen soll, haben sie ihrer Enttäuschung freien Lauf gelassen. „Wir wollten zeigen, dass wir das nicht mitmachen“, sagt Schahed.
Betten weggesperrt
Aus Protest hatten die vier jungen Männer daraufhin ihre Betten ins Erdgeschoss des Heims gestellt, wollten auch dort schlafen. Daraus wurde nichts, stattdessen mussten sie die Nacht auf
Matratzen verbringen, denn der Hausmeister hatte die Betten in einem Materiallager eingesperrt. Über den Protest sei die Regierung von Oberfranken informiert, Zeuschel sprach von einer
angespannten Situation.
Die komplette Geschichte lesen Sie am Mittwoch im Kurier.
Foto: aba
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