20.12.2011, 14:22 Uhr
KEMNATH. Aufatmen in Kemnath! Etwa 180 Arbeitsplätze wären bei Siemens, dem größten Arbeitgeber der Region, bei einer ersatzlosen Streichung der Stellen im Bereich Strahlentherapie im Geschäftsfeld Healthcare gefährdet gewesen (der Kurier berichtete). Nun gab es am Montag bei einer Betriebsversammlung Entwarnung.
Laut Betriebsrat Harald Tretter und Horst Ott von der IG Metall werden fast alle der dort Beschäftigten in Kemnath bleiben. Die Konzernleitung habe zugesagt, die betroffenen Arbeitnehmer durch eine Verlagerung von Arbeit aus anderen Standorten in die Oberpfalz in einem anderen Geschäftsfeld unterzubringen. Lediglich rund 20 der derzeit etwa 1.220 Stellen sollen in den kommenden zwei Jahren gestrichen werden – hauptsächlich über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge.
In welchen Bereichen die etwa 180 zu streichenden Stellen aufgefangen werden, sei laut Ott noch offen. Entsprechend unklar sei auch die Nutzung des erst vor rund zwei Jahren eingewehten
Strahlenschutzbunkers. Tretter vermutet, dass künftig verstärkt im Sektor CV Personal eingesetzt werden könnte, da dieser zahlreichen weiteren Siemens-Geschäftsfelder
Komponenten zuliefere.
red/Symbolbild: hs (Archiv)
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