19.12.2011, 15:46 Uhr
Von Udo Fürst
WEIDEN/NEUSTADT/WALDNAAB. Zwischen der Stadt Weiden und dem Landkreis Neustadt/Waldnaab ist erneut Streit entbrannt. Dabei geht es um den Standort einer zusätzlichen Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS/BOS), die Landrat Simon Wittmann (CSU) in Eschenbach etablieren will.
Davon ist man in Weiden gar nicht begeistert, hat man doch erst vor kurzem einen – nicht unumstrittenen – 38 Millionen Euro teuren Neubau der FOS/BOS beschlossen, der 2014 in Betrieb gehen könnte. Nun befürchtet man, dass einige der insgesamt 1057 Schüler aus dem westlichen Landkreis Neustadt der Stadt den Rücken kehren und nach Eschenbach gehen. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD) will sogar eine Schadenersatzklage nicht ausschließen, sollten Wittmanns Pläne realisiert werden.
„Wir investieren mit dem Neubau gerade für die Region“, sagt Seggewiß. Etwa 75 Prozent der Schüler kämen aus den Landkreisen. Auch habe man vor der Entscheidung für den Bau den Bedarf mit dem Kultusministerium abgestimmt. „Sollte der Antrag für Eschenbach dennoch durchgehen, ist der Stadt ein Schaden entstanden“. Man habe jetzt schon deutlich mehr als 300.000 Euro investiert.
Kein Zurück
Leider sei er vom Neustädter Landrat über dessen Vorhaben nicht informiert worden. Ein Aus für den Neubau in Weiden sei jedenfalls kein Thema, da man sich in einem Stadium befinde, in dem es kein Zurück mehr gebe.
Simon Wittmann hält eine Schule in Eschenbach für möglich, ohne den anderen Standort zu schädigen. „Letztlich ist aber der Weidener Neubau nicht mein Problem. Vielmehr ist mir wichtig, dass es auch auf dem Land Bildung gibt.“ In Eschenbach seien im Gymnasium und in der Wirtschaftsschule geeignete Räume vorhanden. Der Landrat zählt weitere Vorteile auf: „Für die Schüler sind die Wege kürzer und der Bedarf ist auch da.“ Simon Wittmann rechnet mit 111 Schülern (84 FOS, 27 BOS) aus dem westlichen Landkreis, die zurzeit in Weiden das Abitur machen. Ferner könnten noch einige Kandidaten aus Auerbach und Kemnath dazu kommen.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe des Kuriers.
Symbolbild: pa
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