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19.12.2011, 13:13 Uhr

 

Bundesweit agierende Automatenknacker hinter Gittern

BAYREUTH/HOF/THÜRINGEN/SACHSEN/NORDRHEIN-WESTFALEN. Drei bundesweit agierende Aufbrecher von Geldeinzahlautomaten sitzen nunmehr hinter Schloss und Riegel. Die drei Rumänen im Alter von 24, 29 und 30 Jahren gingen der oberfränkischen Polizei bereits Anfang Juni diesen Jahres ins Netz, nachdem sie zuvor monatelang im gesamten Bundesgebiet gezielt Geldeinzahlautomaten der Commerzbank aufgebrochen hatten.

 

Die Aufbrüche des Trios trugen jeweils die gleiche Handschrift. Sie suchten sich für ihre Taten immer gezielt Geldeinzahlautomaten der gleichen Bank aus und hatten es auf das darin deponierte Münzgeld abgesehen. Der 29-Jährige entpuppte sich bei den Aufbrüchen als Haupttäter des Trios, nachdem er jeweils mit brachialer Gewalt die Türe der Einzahlautomaten geschickt aufgehebelt hatte und ihm so der Bargeldbestand des Automaten in die Hände fiel. In den meisten Fällen machten die Drei auf diesem Weg jeweils Beute im niedrigen vierstelligen Eurobereich. Einer seiner beiden abwechselnden Komplizen stand jeweils bei den Aufbrüchen für den 29-Jährigen in einem Fluchtfahrzeug vor der Bank Schmiere und hielt Ausschau nach herannahenden Polizeikräften oder Zeugen.
 
Planmäßiges Vorgehen der Täter

Während der 29-Jährige in den elf nachgewiesenen Fällen als Haupttäter fungierte, erhielt er in sieben Fällen Unterstützung von dem 30-jährigen und in vier Fällen von dem 24-jährigen Komplizen. Insgesamt erbeuteten die drei Männer bei ihren Diebestouren Münzgeld in Höhe von rund 18.000 Euro. Sie richteten dabei an den aufgebrochenen Automaten einen nicht unbeachtlichen Sachschaden von über 7.000 Euro an.
 
Festnahme auf frischer Tat in Bayreuth

Für den 6. Juni hatten die Männer den Geldeinzahlautomaten der Bayreuther Commerzbankfiliale in der Bamberger Straße ausgewählt. Sie suchten die Filiale am späten Abend, gegen 22.10 Uhr, auf. Noch während der 29-jährige Haupttäter damit beschäftigt war das Gerät aufzubrechen, umstellten Zivilstreifen der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPI/Z) des Polizeipräsidiums Oberfranken das Bankgebäude und machten der Aufbruchsserie ein plötzliches Ende. Bei den sichtlich überraschten Rumänen klickten noch an Ort und Stelle die Handschellen.
 
Haftstrafe droht

Gegen alle drei Täter  erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth nach ihrer Festnahme Haftbefehl. Während der 29-jährige Haupttäter und sein 24-jähriger Komplize die Taten nach anfänglichem Leugnen eingeräumt haben, streitet der 30-Jährige jedwede Beteiligung weiter kategorisch ab. 

Ende November 2011 hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth die umfangreichen Ermittlungen gegen das Trio abgeschlossen und Anklage wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall zur Großen Strafkammer des Landgerichts Bayreuth erhoben. Für jeden der elf Aufbrüche kann das Gericht eine Haftstrafe von drei Monaten bis zehn Jahren festsetzen. Mit der Hauptverhandlung ist für März 2012 zu rechnen. Die drei Beschuldigten warten bis dahin in Justizvollzugsanstalten auf ihre Hauptverhandlung.

Symbolbild: pa



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