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19.12.2011, 12:08 Uhr

 

Bayerisches Polizeimuseum in Ingolstadt ab Montag geöffnet

INGOLSTADT. Der legendäre "Polizeikäfer" ist genauso zu sehen wie alte Uniformen - Bayerns Gesetzeshütern ist seit Montag ein eigenes Museum gewidmet. Es zeigt neben dem bis in die 1980er Jahre gebräuchlichen Einsatzfahrzeug auf 650 Quadratmetern Fläche rund 450 Exponate zur Geschichte der Polizei seit 1918.

 

So vermitteln Ausrüstungsgegenstände, Dokumente und Fotos einen Einblick in den Polizeialltag und die Biografien einzelner Polizisten. Die Schau ist eine Abteilung des Bayerischen Armeemuseums in Ingolstadt.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab sich überzeugt, dass das Museum großen Anklang in der Bevölkerung finden wird. "Viele Themenfelder, wie beispielsweise Falschgeld, Kunstfälschungen oder Rauschgiftkriminalität werden im Lauf der Zeit noch Eingang in die Räumlichkeiten des Museums finden", sagte er bei der Eröffnung.

Geschichte von Staat und Gesellschaft

Nach Überzeugung von Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) verdient es die Geschichte der bayerischen Polizei, einem breiten Publikum präsentiert zu werden. "Denn in ihr spiegelt sich die Geschichte unseres Staates und unserer Gesellschaft", erläuterte Heubisch. "Das Museum ist ein wichtiger Diskussionsbeitrag zur wechselvollen Geschichte einer zentralen Institution des bayerischen Gemeinwesens", sagte der Minister.

Dokumentiert wird in der Schau auch, wie die Polizei in der NS-Zeit zum Instrument des verbrecherischen Regimes wurde. Zudem werden Aspekte wie Frauen in der Polizei, die Auseinandersetzungen um die nicht gebaute atomare Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf und der missglückte Polizeieinsatz beim Olympia-Attentat von 1972 in München beleuchtet.

dpa/Foto: pa



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