13.12.2011, 21:04 Uhr
KULMBACH. Fachärzte und Hausärzte aus dem Kreis Kulmbach haben zusammen mit dem Klinikum ein Medizinisches Versorgungszentrum gegründet. Im April 2012 geht das MVZ an den Start.
Um auch künftig die Patienten aus dem Landkreis Kulmbach auf hohem Niveau versorgen zu können, haben 32 Fach- und Hausärzte aus der Region jetzt gemeinsam mit dem Klinikum Kulmbach ein sogenanntes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gegründet. Ärzten, die aus Altersgründen ihre Praxistätigkeit beenden und oftmals keinen Nachfolger finden, wird damit die Möglichkeit gegeben, ihren Praxissitz an das MVZ zu übergeben, damit von dort aus die Versorgung der Patienten fortgeführt werden kann.
Patientenversorgung
„Wir sehen das als niedergelassene Mediziner ebenso wie das Klinikum als Chance an, auch künftig auf dem Land eine gute Patientenversorgung anzubieten“, sagt dazu Augenarzt Gernot Petzold, der im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft sitzt, die ab dem 1. April 2012 die ersten Menschen behandeln will. Strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen haben die Ärzte zum Handeln gezwungen, um zu verhindern, dass immer mehr Praxen verschwinden, betont Petzold. An der großen Zahl von 32 Mediziner, die sich jetzt dem Projekt schon vom Start weg angeschlossen haben, könne man sehen, wie weitgehend einig sich die Ärzte sind. „Viele demonstrieren hier Gemeinsamkeit, um zusammen ihre Patienten auch weiterhin versorgen zu können.“
Das Kulmbacher Modell macht bereits Schule. Petzold hat es unter anderem in Hassfurt, Neumarkt und in Hessen vorgestellt. „Vielen Regionen geht es ja ganz ähnlich.“ Die Zusammenarbeit der niedergelassenen Mediziner und dem Klinikum sei nur möglich, weil es sich um ein kommunal geführtes Haus handle, betont der Facharzt. Damit wolle man sich auch gegen ein Eindringen privater Medizinkonzerne rüsten.
„Eine große Chance“
Herbert Schmidt, Geschäftsführer des Klinikums Kulmbach und soeben frisch ernannter Geschäftsführer des neuen MVZ, steht dem gemeinsamen neuen Projekt ebenfalls sehr positiv gegenüber: „Das ist eine große Chance für die niedergelassenen Ärzte wie auch für unser Klinikum. Auch der Krankenhausträger mit Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm an der Spitze hat dieses neue Konzept in seiner jüngsten Sitzung einstimmig befürwortet.“
mb/Symbolbild: pa
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| zurück | weiter |
| Uni-Studio besteht Test 24.05.2012 |