12.12.2011, 09:47 Uhr
Von Alexander Bauer
ALTENPLOS. Sie hat ihren Traumjob gefunden: Ann-Kathrin Popp ist durch den Pferdesport zur Physiotherapie gekommen. Jetzt arbeitet sie in einer Praxis in Altenplos – und ist mit ihrer Entscheidung zufrieden, in ihrer Heimat geblieben zu sein.
„Für mich wäre es nichts, wenn ich jeden Tag in einem Büro sitzen und immer das Gleiche machen müsste. Ich möchte den Menschen aktiv helfen“, sagt Ann-Kathrin Popp, die nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin eine Stelle in der Praxis von Graziella Weber gefunden hat. Während ihrer Schulzeit wusste die 21-Jährige noch nicht viel über die Physiotherapie. „Die Richtung, in die ich beruflich gehen wollte, war einigermaßen klar. Ich hatte mir beispielsweise auch überlegt, Altenpflegerin zu werden. Zur Physiotherapie bin ich dann eigentlich zufällig gekommen – in meiner Freizeit verbringe ich viel Zeit mit Pferden, dadurch bin ich zur Hippotherapie gekommen“, sagt Popp.
In Gubitzmoos bei Hummeltal hat sie dann öfter bei der Therapie mitgeholfen. Bei der Hippotherapie wird mit qualifizierten Therapeuten Krankengymnastik auf dem Pferd gemacht, aber auch therapeutisches Reiten für Menschen mit Handicap angeboten.
Ausbildung statt Fachabitur
Sechs Jahre hat sie das gemacht – neben der Schulzeit kamen noch einige Praktika in Physiotherapiepraxen dazu. Nach ihrer mittleren Reife besuchte Ann-Kathrin Popp zunächst erst einmal die Fachoberschule, parallel dazu hatte sie sich aber bereits für die Physiotherapeutenschule in Bayreuth beworben. Nach der Zusage der Schule brach sie die Fachoberschule ab. „Die Ausbildung war eine Mischung aus Schulunterricht und Patientenbehandlung, das heißt, im ersten Schuljahr haben wir nur Unterricht gehabt, im zweiten und dritten Jahr haben wir meist vormittags Patienten im Klinikum oder im Krankenhaus Hohe Warte behandelt.“
Nach ihrer Ausbildung suchte sie eine Stelle, dabei war ihr zunächst egal, wo sie Arbeit findet. „Ich hab’ mich eigentlich überall beworben, in Nürnberg, in München, aber auch hier in der Nähe.“ Am Ende hat sie sich für die Nähe zu ihrer Heimat Eckersdorf entschieden. „Ich möchte vor allem im Bereich der Neurophysiotherapie arbeiten, hier in der Praxis hab’ ich die Möglichkeit, das zu machen.“
An Bayreuth schätzt sie das Heimelige, in einer Großstadt könnte sie nicht leben, sagt die 21-Jährige. Nicht nur ihre Familie und ihre Freunde leben größtenteils noch hier, sie ist auch aktiv im Vereinsleben des Rad- und Motorsportclubs Eckersdorf tätig. „Ich gebe Gymnastik- und Wassergymnastikstunden in der Eckersdorfer Volksschule, ansonsten bin ich weiterhin im Reitverein. Auch wenn ich nicht gerade eine tolle Reiterin bin“, sagt Popp und lacht.
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