08.12.2011, 18:11 Uhr
GOLDKRONACH. Der Bürgermeister der Stadt Goldkronach darf nicht mehr jedem zum Geburtstag gratulieren. Der Stadtrat hat Günter Exner jetzt per Beschluss exakt vorgeschrieben, zu welchen Geburtstagen er seine Bürger persönlich besuchen darf. Exner hat angekündigt, sich nicht an die Vorgabe halten zu wollen.
Über 200 Geburtstagsbesuche habe Bürgermeister Exner im zu Ende gehenden Jahr absolviert, hieß es in der jüngsten Goldkronacher Stadtratssitzung. Tendenz: steigend. Darunter leiden die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters, meinen zehn Stadträte unterschiedlichster Fraktionen in einem gemeinsamen Antrag.
Sie fordern daher, der Bürgermeister solle die Goldkronacher nur noch zu deren 80., 85. und ab dem 90. Geburtstag alljährlich besuchen soll. Dies spare dem Bürgermeister und der Gemeinde das Geld für Präsente. In gar nicht so wenigen Fällen sei der Geburtstagsbesuch des Bürgermeisters auch gar nicht erwünscht – denn so mancher fühle sich dann zu einer Spende genötigt.
Keine Lust auf Geburtstagsbesuche
Bürgermeister Exner, der der Unabhängigen Bürgerliste Goldkronach angehört, will sich eigenen Worten zufolge nicht vom Stadtrat in seine Amtsgeschäfte hineinreden lassen. Ihm seien diese Besuche als Kontakt zu den Bürgern wichtig. Der Stellvertreter des Goldkronacher Bürgermeisters, Roland Blechschmitt, äußerte sich indes anders: Er habe auf derartige Geburtstagsbesuche keine Lust. Denn er habe Wichtigeres zu tun.
Am Ende fasste der Stadtrat des Städtchens am Fuß des Fichtelgebirges einen Beschluss: Der Bürgermeister soll seinen Bürgern nur noch zum 80., 85. und ab dem 90. Geburtstag persönlich gratulieren. Der zweite Bürgermeister und die Bürgermeister-Stellvertreter werden vermehrt Gratulationstermine übernehmen. Bislang gab es auch zum 75. Geburtstag sowie vom 81. bis 84. und vom 86. bis 89. Geburtstag persönliche Bürgermeisterbesuche. Geklärt ist jetzt auch: Ein Geschenk der Gemeinde zum 85. Geburtstag eines Goldkronachers darf nicht mehr als 15 Euro Kosten. Der Wert für Geschenke vom 90. bis 99. Geburtstag ist von 40 Euro auf 30 Euro reduziert.
Zeit verschwendet
Bürgermeister Exner kündigte an, sich nicht an den aus seiner Sicht rechtswidrigen Stadtratsbeschluss halten zu wollen. Er hält dem Stadtrat seinerseits vor, mehr als 20 Minuten wertvoller Sitzungszeit verschwendet zu haben, anstatt sich wichtigeren Fragen zu widmen.
stn/Foto: dpa
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| Uni-Studio besteht Test 24.05.2012 |
![]() |
Fichtelberg: Kristallbad zerstört, Brandursache gesucht 14.05.2012 zum Video |
![]() |
Nach dem Großbrand im Kristallbad Fichtelberg 13.05.2012 zum Video |
![]() |
Prominenz beim 4. Bayreuther Ökonomiekongress 10.05.2012 zum Video |
![]() |
BBL-Beirat und Uni-Prof: Herbert Woratschek im Porträt 27.04.2012 zum Video |
![]() |
SpVgg Bayreuth blamiert sich gegen Neudrossenfeld 12.05.2012 zum Video |
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?