08.12.2011, 15:00 Uhr
Von Andreas Gewinner
FICHTELBERG. Bei der traditionsreichen Textilfabrik Müller in Fichtelberg sind endgültig die Lichter ausgegangen.
Ende Oktober hatte die Firma einen eigenen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt, betroffen waren 16 Arbeitsplätze. Das Verfahren ist inzwischen eröffnet. Nach der damaligen Darstellung des Geschäftsführers war Hauptursache Außenstände von 200.000 Euro als Folge der Quelle-Insolvenz.
Nach einer vorherigen Insolvenz vor rund drei Jahren – damals waren noch rund 30 Arbeitsplätze betroffen – war in Fichtelberg im Wesentlichen nur noch Verwaltung und Verkauf ansässig, die Produktion fand in Tschechien statt. Dieser Bereich ist zwischenzeitlich auch von der Zahlungsunfähigkeit betroffen.
Mitarbeiter haben gekündigt
Nach Auskunft von Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Siegfried Beck aus Nürnberg, wurde in Fichtelberg noch bis Ende November gearbeitet, so lange, wie die Einkommen der Arbeiter durch das Insolvenzausfallgeld abgesichert waren. Durch die fristlose Kündigung der Mitarbeiter zum 1. Dezember ist der nahtlos Bezug von Arbeitslosengeld gewahrt. Laut Beck beginnt nun die Verwertung, seit Anfang Dezember läuft der Restverkauf.
Foto: gis
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