07.12.2011, 13:41 Uhr
PASSAU. Durch Zufall hat die Hausmeisterin der Staatlichen Bibliothek in Passau einen Silberschatz entdeckt. In einem Kästchen lagen die Münzen, die ältesten von ihnen aus der Römerzeit, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet.
Bibliothekschef Markus Wennerhold sagte dem Blatt, dass die Münzen schätzungsweise einen Wert "im sechsstelligen Bereich" hätten. Hausmeisterin Tanja Höls staunte nicht schlecht, als sie in einem Magazinraum im 4. Stock des Gebäudes die unter Büchern verborgene Holzschatulle öffnete: Es kamen 172 Münzen und Medaillen zum Vorschein, die meisten davon in Silber.
Nach Angaben des Bibliotheksleiters handelt es sich um sehr gut erhaltene Münzen, die von der Römerzeit bis in die Jahre Napoleons reichen. Darunter seien auch sehr wertvolle Schmuckmedaillen aus dem Barock und ein Unikat zur Gründung der Passauer Jesuitenkirche, wie Wennerhold der Zeitung berichtete. Er vermutet, dass die Münzen in Zeiten der Säkularisation um das Jahr 1803 versteckt wurden, um sie am Ort zu halten. Damals wurden viele Kirchenschätze auch in Archive nach München gebracht.
dpa
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