06.12.2011, 17:01 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Jetzt ist es raus: Der Parkplatz II des Festspielhauses ist an allem schuld. Wenn es stark regnet, schwemmt das Wasser wegen des großen Gefälles den Schotter weg, verstopft die Gullys – und dringt im Extremfall von der Bühnenseite ins Festspielhaus ein. Der Bauausschuss des Stadtrats stimmte deshalb am Dienstagnachmittag nach längerer Diskussion dafür, schnellstmöglich baulich Abhilfe zu schaffen.
Auf einen Antrag der SPD-Fraktionsvorsitzenden Christa Müller-Feuerstein hin wurde das Thema in der Sitzung behandelt. Müller-Feuerstein forderte die Verwaltung auf, „möglichst bald Abhilfe zu schaffen und Geld in die Hand zu nehmen, um eine Lösung zu schaffen“. Oberbürgermeister Michael Hohl sagte, die Verwaltung sei in den vergangenen Jahren „nicht untätig gewesen, man hat Planungen vorangetrieben, allerdings kurz Luft geholt, als es um den Architektenwettbewerb für die Erweiterung am Festspielhaus ging“.
Parkplatz II das Problem
Nach dem Bau eines Regenrückhaltespeichers und eines neuen Kanalsystems habe man allerdings feststellen müssen, dass das „eine noch recht wacklige Maßnahme ist“, sagte Stadtbaureferent Hans-Dieter Striedl. „Denn das Problem, das wir haben, ist ganz deutlich der Parkplatz II. Es gab ja schon einmal eine Planung für das Umfeld des Festspielhauses – und nach der organisieren wir jetzt den Parkplatz neu“, sagte Striedl.
Der Parkplatz soll terrassenartig angelegt werden. Um die Fließgeschwindigkeit des Wassers zusätzlich zu bremsen, sollen noch Rasensickermulden angelegt werden. Kosten allein für das Projekt: 625.000 Euro. Darin wäre auch der Bau eines Trockenspeichers enthalten, in dem das Wasser des noch weiter oben an der Bürgerreuth gelegenen Parkplatzes aufgefangen werden soll, „damit mit dem Wasser nicht das Kanalnetz zusätzlich belastet wird“.
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