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06.12.2011, 15:46 Uhr

 

So-da-Brücke: Bauarbeiten werden im Frühjahr fortgesetzt

Von Gunter Becker

BINDLACH. Im Frühjahr werden die Arbeiten an der Brücke bei Crottendorf fortgesetzt. Sobald es die Witterung zulasse, würde mit den Gründungsarbeiten für den Straßendamm begonnen, sagt Kurt Schnabel, Leiter des Staatlichen Bauamtes in Bayreuth.

 

Die bestehende Brücke abreißen und an der Stelle des bisherigen Bahnübergangs neu zu errichten oder diese Straßenkreuzung zu optimieren, wie es die Bürgerinitiative fordert, sei aus zwei Gründen unsinnig, sagt Schnabel. Zum einen hätten Untersuchungen das Ergebnis erbracht, dass der Untergrund an allen Stellen identisch sei, man also immer Betonpfähle benötige. Zum anderen sei es seit zehn Jahren bestehende Abmachung mit der Bahn, dass auf der Strecke der Franken-Sachsen-Magistrale, auf der zukünftig mit höherer Geschwindigkeit und verdichtetem Verkehr gefahren werden soll, eine kreuzungsfreie Überquerung gebaut werde. „Die Brücke war und bleibt das Ziel. Alles andere wäre unvernünftig“, betont Schnabel.

Eröffnung nicht vor 2013

Bereits im Frühjahr könnte – nach einer Neuausschreibung der „Arbeitseinheit“ Straßendamm – mit dem Einbau der rund 1700 Betonpfählen begonnen werden, sagt Schnabel. Nach Abschluss dieser sowie der restlichen Straßenbauarbeiten werden sich die Kosten für die Gesamtmaßnahme von ursprünglich 3,7 auf 9,4 Millionen Euro erhöht haben. Mit der Eröffnung der Brücke rechnet Schnabel nicht vor 2013.

Mit Konsequenzen wegen schlampiger Arbeit, wie dem Bauamt von Seiten der Bürgerinitiative vorgeworfen wird, müssten die Kollegen und sein Vorgänger im Amt nicht rechnen, betont Schnabel. Sie hätten das Projekt nach bestem Wissen betrieben. Dass die Regierung die Mehrkosten nach eingehender Prüfung nachträglich genehmigt habe, beweise, dass keine Verfehlungen vorliegen.

Bindlach weiterhin kritisch

In der Gemeinde Bindlach steht man auch weiterhin der Brücke kritisch gegenüber. Der Gemeinderat habe das Bauwerk abgelehnt, sagt Verwaltungsleiter Karl-Heinz Maisel. Und dabei sei es geblieben. „Es handelt sich jedoch um eine Staatsstraße, weshalb unsere Entscheidung weder Gewicht hat, geschweige denn gefragt ist.“

Ausführlicher Bericht im Nordbayerischen Kurier.
Foto: Gisder




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