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02.12.2011, 10:50 Uhr

 

Tibetischer Ex-Mönch steckt sich in Brand

PEKING. Aus Protest gegen Pekings Herrschaft über Tibet hat sich in Südwestchina ein ehemaliger tibetischer Mönch in Brand gesetzt. Der 46 Jahre alte Tensin Phuntsog habe sich in der Präfektur Chamdo mit Benzin übergossen und sich dann angezündet, berichteten der US-Sender Radio Free Asia (RFA) und exiltibetische Gruppen.

 

Chinesische Polizisten hätten die Flammen gelöscht und den Mann mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht.

Der Ex-Mönch lebte früher in dem Khamar-Kloster in Chamdo. Dort war es kürzlich zu Spannungen zwischen Tibetern und chinesischen Sicherheitskräften gekommen. Das Kloster war scharf bewacht worden, nachdem am 26. Oktober vor einem örtlichen Regierungsbüro eine Bombe explodiert war.

Unruhen in Tibet

Es war bereits die zwölfte Protestaktion dieser Art in diesem Jahr, aber die erste, die aus der von Peking kontrollierten Autonomen Region Tibet selbst gemeldet wurde. Die kommunistische Führung in Peking wirft exiltibetischen Kreisen vor, die verzweifelten Proteste angestachelt zu haben, was diese aber bestreiten.

Die erste Selbstverbrennung eines buddhistischen Mönchs geschah im März aus Anlass des dritten Jahrestages der schweren Unruhen in Tibet 2008. Peking hatte die Proteste, die kurz vor den Olympischen Sommerspielen ausgebrochen waren, damals niedergeschlagen. Viele Mönche und Nonnen, die dem im Exil lebenden Dalai Lama treugeblieben sind, sitzen seither in chinesischen Gefängnissen.

dpa/Symbolbild: pa




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