01.12.2011, 16:12 Uhr
Von Gunter Becker
BAYREUTH. Es war ein Heimspiel, das sich viele Bürger von Oberpreuschwitz nicht entgehen ließen: In ihrem Wohnort hat Christa Müller-Feuerstein, die Kandidatin der SPD für den Posten des Oberbürgermeisters, am Mittwochabend ihren Wahlkampf eröffnet.

Es sei eine Selbstverständlichkeit, betonte Christa Müller-Feuerstein alias CMF alias „Charmant, Mutig, Fair“, dass sie die erste Gesprächsrunde mit Bayreuther Bürgern in ihrem Heimatort veranstalte. Dass sie mangels Versammlungsort in Oberpreuschwitz , der den rund 80 Besuchern ausreichend Platz geboten hätte, in das Sportheim des ortsansässigen Allgemeinen Sportvereins in Dörnhof geladen hatte, hatte auch eine symbolische Bedeutung. Der ASV hätte gerade mit der Herbstmeisterschaft das vorweggenommen, was auch sie anstrebe: Erfolg. Natürlich nicht im Fußball, sondern bei der OB-Wahl am 11. März.
Keine Salamander gefunden
Hier in Oberpreuschwitz ist CMF bekannt, hier bringt sie sich ein, kämpft an der politischen Front für Verbesserungen. Ein Beispiel: Sie habe im Wald nach Salamandern gesucht, damit dort kein Mobilfunkmast errichtet werde. Leider vergebens. Ein großes Projekt steht ihr aber noch bevor, und sollte sie wirklich von den Bürgern zur Oberbürgermeisterin gewählt werden, werden ihre Oberpreuschwitzer sie dauernd daran erinnern: Der Stadtteil oder „das Beverly Hills von Bayreuth“, wie ASV-Vorsitzender Peter Zeitler Oberpreuschwitz bezeichnete, benötige dringend einen Versammlungsort – eine Mehrzweckhalle, wie sie Altenplos nun besitzt, wäre toll. CMF kennt das Manko, aber versprechen kann sie erst mal nichts. Lautet doch ihr Wahlslogan „Handeln statt Versprechen“.
Es wären, zumindest aus Oberpreuschwitzer Sicht, große Fußstapfen, in die sie nach Erringen der Meisterschaft im März treten würde. Denn unter ihrem Vorgänger – gemeint war Ex-OB Dieter Mronz und nicht der Amtierende – hätte sich das einst beschauliche Dörfchen in ein modernes entwickelt, ohne seine Beschaulichkeit zu verlieren. Mronz habe nicht nur vieles versprochen, sondern auch alles gehalten, sagte Zeitler. Die Stange läge also hoch für CMF.
"Für Wahlkampf gut gerüstet"
Sie sei gut gerüstet für den Wahlkampf, betonte Christa Müller-Feuerstein, bevor sie ihr umfangreiches Wahlprogramm auszugsweise vorstellte. Zuvor ließ sie jedoch noch eine rhetorische Breitseite gegen den Amtsinhaber los: Der Ausschluss des Grünen-Kandidaten aus einem Unternehmerstammtisch, der von der Stadt organisiert und finanziert werde, zeuge von einem Verhalten nach Gutsherrenart.
Ausführlicher Bericht im Nordbayerischen Kurier
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