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30.11.2011, 14:16 Uhr

 

Modellbahner ziehen in ältestes Bahnhofs-Gebäude

Von Eric Waha

BAYREUTH. Der Geisterzug der Modellbahner ist wieder in einem Bahnhof angekommen: Die Suche nach einem Domizil hat ein Ende und war gar nicht so weit entfernt vom alten Vereinsgebäude erfolgreich – auf der anderen Seite des Bahnhofs, im ältesten Haus des Bayreuther Bahnhofs, der ehemaligen Lok-Remise.

 

Da schlagen Eisenbahner-Herzen höher: Bahnhof der Fantasie-Anlage der Bayreuther Modellbahner, die in der ehemaligen Lok-Remise aufgebaut ist. Zu besichtigen am 3. und 4. Dezember. Fotos: Waha
Da schlagen Eisenbahner-Herzen höher: Bahnhof der Fantasie-Anlage der Bayreuther Modellbahner, die in der ehemaligen Lok-Remise aufgebaut ist. Zu besichtigen am 3. und 4. Dezember. Fotos: Waha
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Da schlagen Eisenbahner-Herzen höher: Bahnhof der Fantasie-Anlage der Bayreuther Modellbahner, die in der ehemaligen Lok-Remise aufgebaut ist. Zu besichtigen am 3. und 4. Dezember. Fotos: Waha
Vier Mann (fast wie) im ICE: Claus-Dieter Thomas(linke), Uwe Wittke (dahinter), Günter Rudolf (rechts am Fenster) und Michael Hübner.
Fast wie in der Realität, nur eben deutlich kleiner: Die Drehscheibe.
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Es steckt viel Arbeit drin in den drei Räumen, die der Modelleisenbahn-Club Bayreuth im ersten Stock des Gebäudes aus dem Jahr 1854 an der Tunnelstraße in den vergangenen zwölf Monaten wieder hergerichtet hat. „In dem Haus hatte die kleine Lok, die die Strecke Bayreuth–Wirsberg bedient hat, ihren Unterschlupf“, sagt Michael Hübner von der Kulturgruppe Modellbahn des Bahnsozialwerks (BSW).

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Gebäude viele Funktionen, stand zuletzt leer und gehört, wie die meisten Bahn-Gebäude der Gesellschaft Aurelis. Die Modellbahner, die nach ihrem Auszug aus ihrem ersten Vereinsheim, „der ehemaligen Giftbude der Bahn auf der anderen Seite des Bahnhofs“, wie der Vereinsvorsitzende Uwe Wittke sagt, heimatlos waren, haben viel vor mit dem Haus – obwohl noch vieles in der Luft hängt: „Unser großer Wunsch wäre es, aus dem Haus so etwas wie ein Haus der Vereine zu machen“, sagt der Ehrenvorsitzende Claus-Dieter Thoms. „Und einen Teil davon als Museum für die Geschichte der Eisenbahn zu nutzen“, denn: „Bayreuth hat mit der Eisenbahnvergangenheit bislang recht wenig am Hut“, ergänzt Hübner.

Um regionale Geschichte kümmern

„Dabei war die Stadt ab 1853 so etwas wie die Hochburg der einspurigen Strecken.“ Ziel der Modellbahn-Freunde ist es, sich künftig noch mehr um die regionale Geschichte zu kümmern. „Ein Traum wäre es, die Strecke von Bayreuth bis Warmensteinach nachbauen zu können“, sagt Hübner. „Oder die Strecke vom Altstädter Bahnhof bis nach St: Georgen.“ Doch das ist Zukunftsmusik. „Das gehen wir ab dem nächsten Jahr an, wenn wir in die Verhandlungen wegen des Hauses einsteigen.“

Mehr lesen Sie am Donnerstag im Kurier.




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