30.11.2011, 10:12 Uhr
WASHINGTON. Ein sensationeller Lottogewinn von rund 254 Millionen Dollar hat in den USA ein seltsames Nachspiel gefunden. Nachdem sich ausgerechnet drei offenbar wohlhabende Finanzmanager als Gewinner des 190-Millionen-Euro-Jackpots präsentiert hatten, kamen an deren filmreifen Geschichte am Dienstag einige Zweifel auf. Nicht sie seien die eigentlichen Glückspilze, sondern ein Kunde ihrer Investmentfirma, der lieber anonym bleiben wolle, berichtete der Fernsehsender NBC.
Ausgangspunkt war die Ziehung bei der US-Lotterie "Powerball" Anfang November in Connecticut. Damals war der größte Jackpot in der Geschichte des Staates geknackt worden. Am Montag traten dann nach wochenlanger Gewinnersuche die drei Hedgefonds-Manager mit dem gewaltigen Scheck in der Hand vor die Kameras. Laut "New York Times" hat der Lottogewinn reiche Männer nur noch reicher gemacht, was in den USA für Diskussionsstoff sorgte.
Die drei Jackpotknacker hätten ganz professionell einen Fonds gegründet, um ihr zusätzliches Vermögen zu verwalten und die ein oder andere Million an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Laut NBC und anderen US-Medien gehört dieser Fonds jedoch dem wahren Käufer des Lottoscheines, der lieber im Verborgenen bleiben möchte. Eine von den vermeintlichen Gewinnern angeheuerte PR-Firma ließ mittlerweile verlauten, an den Gerüchten sei nichts dran. Es gebe keinen unbekannten vierten Mann, das Geld gehöre den drei Finanzmanagern.
dpa/Symbolbild: pa
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