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29.11.2011, 17:52 Uhr

 

Nachwuchsmangel gefährdet Notfalldienste

Von Anne Bürmann

BAYREUTH. Egal, ob den Hobby-Gärtner am Wochenende ein Hexenschuss ereilt oder ein Kind nachts über Ohrenschmerzen klagt: Es gibt den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der außerhalb von Praxiszeiten kleine und große Patienten versorgt. Wenn sich aber nicht mehr Ärzte in den ländlichen Gegenden niederlassen, kann in Oberfranken eine flächendeckende Versorgung bald nicht mehr gewährleistet werden. Das sagt Dr. Ingo Rausch, Vorstandsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns für Oberfranken.

 

Durch den Landärztemangel müssen die Allgemeinmediziner in Oberfranken immer öfter Bereitschaftsdienste machen. Foto: dpa
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Durch den Landärztemangel müssen die Allgemeinmediziner in Oberfranken immer öfter Bereitschaftsdienste machen. Foto: dpa
Dr. Ingo Rausch
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Laut Rausch sind gerade Oberfranken, Unterfranken und die Oberpfalz von dem Problem betroffen. „Besonders in Ostoberfranken sieht es sehr dünn aus“, sagt der Bayreuther Allgemeinmediziner. Es gebe zwar in Oberfranken noch keine Region, „die so akut bedroht ist, dass es keinen Bereitschaftsdienst mehr gibt“, dennoch werde es aufgrund des ärztlichen Nachwuchsmangels immer schwieriger, Dienste zu besetzen.

Soll-Größe oft nur schwer einzuhalten

Zum Beispiel im Fichtelgebirge oder Eckersdorf und Mistelbach kann die Soll-Größe der Dienstgruppen, die Bereitschaft haben, nur noch schwer eingehalten werden. Eigentlich sollten in jeder Gruppe zwölf Ärzte sein. In Pegnitz ist es schon so weit, dass sich die dortigen Ärzte den Dienst mit Medizinern aus Creußen und Auerbach teilen. Auch in Bayreuth wird laut Rausch bereits darüber nachgedacht, die Gemeinden Hummeltal, Mistelgau, Gesees, Mistelbach und Eckersdorf mit dem Bayreuther Dienstgebiet zusammen zu schließen.

Das Versorgungsproblem existiert aber nicht nur in Nordbayern. Auch in anderen Teilen Bayerns ist ein flächendeckender Bereitschaftsdienst nur noch schwer möglich. Zu diesem Ergebnis kam die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns bei einem Treffen am vergangenen Wochenende. Die VV war sich darin einig, dass das Problem nur mit Unterstützung von Politik und Krankenkassen gelöst werden kann. Ziel ist es, eine flächendeckende Versorgung so herzustellen, dass vor allem ältere Ärzte durch die Dienstfrequenz nicht überfordert werden.




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