29.11.2011, 16:07 Uhr
BAYREUTH. Warum dauert es eine Weile, bis eine Energiesparleuchte richtig hell ist? Dieser Frage geht Asja Bernd von der Arbeitsgruppe Wissenschaftskommunikation der Universität Bayreuth in diesem Beitrag für die Kurier-Serie „Leser fragen Forscher“ nach. Die Wissenschaftsjournalistin und Studentin des Elite-Studiengangs Global Change Ecology sprach mit Prof. Alois Seilmeier vom Physikalischen Insitut der Universität Bayreuth.
„Im Inneren von Energiesparlampen befinden sich zwei Glühwendel, die nicht direkt miteinanderverbunden sind“, erklärt Seilmeier. Der Glaskolben enthält ein Gasgemisch aus Argon und dampfförmigem Quecksilber. Stellt man den Strom an, kann dieser nur über das Gas von einer Glühwendel zur anderen fließen. „Dabei nimmt vor allem das Quecksilber Energie auf, die es in Form von Licht wieder abgibt.“ Bei Raumtemperatur ist das Schwermetall aber flüssig, weshalb es zunächst erhitzt werden muss – und genau das dauert etwas. „Das ist so, wie wenn man Wasser kocht. Das braucht auch Zeit, bis es verdampft“, beschreibt Seilmeier. „Schnellstarter, die zügig hell werden, besitzen eine spezielle Heizung, die das Quecksilber besonders schnell verdampft.“ Dafür sind sie wegen der aufwendigeren Elektronik teurer.
Da Quecksilber vor allem ultraviolettes Licht abgibt, ist die Glashülle der Lampe auf der Innenseite mit Leuchtstoffen beschichtet. Die UV-Strahlung regt diese an, so dass sie sichtbares Licht abgeben. Je nach der Zusammensetzung der Beschichtung, erscheint das Licht warm oder kalt.red
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