24.11.2011, 19:59 Uhr
PRAG. CSU-Chef Horst Seehofer hat sich verärgert über die Kritik des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg an seiner Partei gezeigt. "Die Parteienkritik von Karl-Theodor zu Guttenberg liegt völlig daneben", sagte Seehofer am Donnerstag am Rande seiner Tschechien-Reise.
Es sei kein guter Stil, wenn alles und jeder herabgesetzt werde, um selbst erhöht zu werden. "Und ich bitte den Karl-Theodor, diese bekannten Wortgirlanden zu beenden und einfach Rücksicht zu nehmen auf die vielen Tausenden, die in deutschen Parteien sich täglich, und manche davon rund um die Uhr, engagieren für die Zukunft unseres Landes."
CSU - keine Volkspartei?
Guttenberg hatte sich in einem "Zeit"-Interview kritisch zu seiner Partei geäußert. Er sprach der CSU den Anspruch ab, eine Volkspartei zu sein, und ließ Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen: "Ich glaube, ... dass eine solche Gruppierung am ehesten in der Mitte Erfolg haben könnte, nicht an den Rändern des politischen Spektrums."
dpa/Foto: pa
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