24.11.2011, 12:00 Uhr
Von Gert-Dieter Meier
BAYREUTH. Der Ehrenhof vor dem Alten Schloss soll für rund 536.000 Euro saniert werden. Der Bauausschuss des Stadtrats stimmte den Plänen der Münchner Architekten Hirner und Riehl sowie der Lichtplaner von Day & Light mehrheitlich zu.
Hirner erläuterte am Dienstag im Rathaus, dass er den Ehrenhof vor dem Alten Schloss einerseits als eigenständigen Bereich, andererseits aber als Bestandteil der Fußgängerzone verstehe. Deshalb wollte der Architekt, der die Neugestaltung der gesamten Fußgängerzone geplant hat, auch nur kleinere Veränderungen beziehungsweise Verschönerungen vornehmen, ansonsten aber den Platz als Platz wirken lassen.
Hier die acht wichtigsten Fakten zum Umbau:
Pflasterung: Die historische Pflasterung in der Platzmitte soll gereinigt, erhalten, aber angehoben werden. An den Platzaußenseiten wird der Granitbelag verlegt, der auch in der Fußgängerzone vorzufinden ist.
Bänke: Bänke werden zukünftig nicht mehr an den Rändern stehen, sondern etwas in den Platz gerückt. Sieben Bänke sind an zwei Seiten geplant.
Denkmal: Das Max-Denkmal bleibt an seinem Standort.
Pflanzen: Neben jeder Bank (Modell Fußgängerzone) stehen zwei große Blumentöpfe. Ob dann Oleander, wie vom Architekt vorgeschlagen, oder Eugenien gepflanzt werden, die Stadtrat Herbert Michel favorisiert, muss noch entschieden werden.
Platzbeleuchtung: Der Ehrenhof selbst soll durch insgesamt sechs Stelen, die auch in der Fußgängerzone stehen, beleuchtet werden.
Erhöhter Bereich: Hirner schlägt vor, auf dem Podestbereich vor dem Finanzamt das Geländer zu entfernen und dort einen Kabinettgarten einzurichten.
Infrastruktur: Beim Umbau sollen Stromleitungen und anderes vorinstalliert werden, damit der Ehrenhof auch für Veranstaltungen genutzt werden könnte.
Schlossbeleuchtung: Julia Dittloff von der Münchner Lichtplanungsfirma Day & Light schlug dem Bauausschuss vor, die Fassaden des Schlosses durch Bodenstrahler zu beleuchten. Dadurch werde das Schloss ab einer Höhe von 3,50 Metern bis zum First (etwa 13 Meter) gut ausgeleuchtet. Vorteil: Die vielen Büros werden nicht, wie beim Einsatz von Stelen, direkt angestrahlt. Auch das Denkmal, das Wappen und das Tor sollen durch Beleuchtung betont werden.
Am Ende stimmten drei Stadträte (BG, SPD) gegen die Entwurfsplanung für den Ehrenhof, die Mehrheit aber dafür. Die Pläne gehen jetzt zur Entscheidung in den Stadtrat.
Foto: Hirner und Riehl
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