23.11.2011, 14:51 Uhr
BUKAREST. Tausende herrenlose Hunde in Rumänien sollen aus dem Straßenbild verschwinden und notfalls getötet werden. Das hat das rumänische Parlament laut Medienberichten vom Mittwoch nach einer mehr als 20 Jahre dauernden Debatte um aggressive Straßenhunde beschlossen.
Jährlich werden in Rumänien mehr als zehntausend Menschen von Streunerhunden gebissen, mindestens vier Opfer starben. Mehrere Tierschutzorganisationen aus dem In- und Ausland haben gegen die nun erlaubte massenhafte Tötung der Hunde protestiert.
Dem neuen Gesetz zufolge dürfen Bürgermeister entscheiden, ob streunende Hunde in ihrem Ort getötet werden sollen - dies aber nur nach Befragung der Bevölkerung in einem Referendum, einer Meinungsumfrage oder bei einer Bürgerversammlung. Sofort eingeschläfert werden dürfen nur nachweislich unheilbar kranke Streunerhunde. Die Rathauschefs sind zudem verpflichtet, Tierheime einzurichten und die streunenden Hunde dort nach dem Einfangen mindestens sieben Tage lang zur Adoption anzubieten.
Allein in der Hauptstadt Bukarest wurden im vergangenen Jahr 13.200 Menschen von Straßenhunden gebissen, berichtete die Stadtverwaltung. Die Zahl bezieht sich nur auf jene Opfer, die nach dem Hundebiss vorbeugend gegen Tollwut behandelt wurden.
In Rumäniens Hauptstadt hat die Population der Straßenhunde wegen Abrissarbeiten in den letzten Jahren vor dem Fall des Kommunismus stark zugenommen. Es sind die Nachkommen von Hunden, deren Besitzer damals Hals über Kopf aus den zum Abriss vorgesehenen Altbauwohnungen ausziehen mussten und ihre Haustiere ihrem Schicksal überließen. Vielerorts leben die Hunde heute in Rudeln in der Umgebung von Wohnhäusern. Die Anwohner füttern sie, ohne weitere Verantwortung für die Tiere zu übernehmen.
dpa/Symbolbild: Archiv
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv.
Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
| zurück | weiter |
| Uni-Studio besteht Test 24.05.2012 |
![]() |
Fichtelberg: Kristallbad zerstört, Brandursache gesucht 14.05.2012 zum Video |
![]() |
Nach dem Großbrand im Kristallbad Fichtelberg 13.05.2012 zum Video |
![]() |
Prominenz beim 4. Bayreuther Ökonomiekongress 10.05.2012 zum Video |
![]() |
BBL-Beirat und Uni-Prof: Herbert Woratschek im Porträt 27.04.2012 zum Video |
![]() |
SpVgg Bayreuth blamiert sich gegen Neudrossenfeld 12.05.2012 zum Video |
Nach dem Brand des Kristallbades in Fichtelberg wurden schnell Stimmen laut, dass ein neues Bad gebaut werden soll. FInden Sie, dass Fichtelberg ein Schwimmbad braucht?