11.11.2011, 16:29 Uhr
KEMNATH. Die Diskussion über die Sanierung oder den Neubau eines Leichenhauses am Kemnather Friedhof war ein zentrales Thema in der Bürgerversammlung im Gasthof Kormann.
Bürgermeister Werner Nickl machte deutlich, dass die Debatte noch nicht beendet sei und es im Stadtrat höchst unterschiedliche Meinungen quer durch alle Fraktionen gebe. Er machte aber keinen Hehl aus seiner Überzeugung – dass ein Neubau an einem anderen Standort die bessere Lösung sei. „Beim Bau vor Jahrzehnten war es vielleicht der richtige Ort, aber heute sicher nicht mehr“, betonte der Bürgermeister mit Blick unter anderem auf die Lärmbelästigung und den Bauzustand des Gebäudes. Ein Neubau werde sicherlich teurer, bringe aber Vorteile in den Bereichen Lärm- und Sichtschutz sowie Schutz vor schlechtem Wetter und bezüglich der WC-Anlage.
In der Diskussion bemängelte Alois Zaus, dass der Zustand der Aussegnungshalle alles andere als positiv sei. „Wir sollten uns diesen Neubau leisten“. Auch Angelika Wachenbrunner
plädierte für einen Neubau an einem anderen Ort, da die Lärmbelästigung enorm sei. Franz Weis glaubt, dass eine pietätvolle Lösung nur mit einem Neubau erreicht
werden könnte. Josef Häckl fragte, was bei einem Neubau mit dem alten Gebäude passiere und er machte darauf aufmerksam, dass auch die Grünbepflanzung des LIDL-Marktes in
Richtung Friedhof noch fehle (siehe Hintergrund).
Kritik an Parksituation
Werner Ponnath bezeichnete die Parksituation in der Bürgermeister-Högl-Straße als Katastrophe. Bürgermeister Nickl erläuterte, dass bereits Maßnahmen geplant seien; man habe beschlossen, ein einseitiges Halteverbot einzuführen. Ponnath monierte auch die Baustelle in der Wunsiedler Straße, wo die Fahrbahn über Wochen aufgerissen gewesen sei. Kritik gab es auch an der mangelhaften Baustellenbeschilderung und -verkehrsleitung. Werner Nickl und Stellvertreter Josef Krauß zeigten sich ebenfalls unglücklich über die Situation in der Wunsiedler Straße. Alle Kritik sei berechtigt, nun aber sei die Straße geteert.
Paul Völkl regte einen kostenlosen Windelsack an, weitere Punkte waren die Öffnungszeiten der Grüngutanlage, die Parksituation in der Pfarrer-Pilz-Straße, eine Gehwegverlängerung an der Kellerhöhe sowie der Wunsch nach einer Einfädelspur auf der B 22 in Richtung Weiden.
hol/Foto: Stiegler
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