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11.11.2011, 09:30 Uhr

 

Cécile und Javier geben sich am 11.11. in Bayreuth das Jawort

Von Christiane Rebhan

BAYREUTH. Die Zahl Elf ist im Leben von Cécile Morhain und Javier Perez ständig präsent: Am 11.11. vor elf Jahren sind sie ein Paar geworden. Kennengelernt haben die beiden sich im Rahmen des Erasmus-Programms an der Uni Bayreuth. Eigens für die Trauung kehrt das Paar in die Wagnerstadt zurück.

 

Er kommt aus Spanien, sie ist Französin. Um in der Stadt zu heiraten, in der sie sich vor elf Jahren das Glück ihres Lebens fanden, nehmen Cécile und Javier einiges in Kauf: Ihre Eltern, die Geschwister und deren Kinder reisen aus Spanien und Lothringen an, um bei der Eheschließung dabei zu sein. Als das Paar seinen Eltern den Wunschort für die Hochzeit mitteilte, waren die Eltern zunächst überrascht, „und dann kamen Ausreden wegen der weiten Reise“. Dennoch kamen gestern beide Familien in Bayreuth an: „Meine Nichte und mein Neffe sind die Blumenkinder“, sagt Cécile Morhain.

Am heutigen Hochzeitstag wird Cécile dreimal das Outfit wechseln: ein schlichtes Kleid fürs Standesamt, ein prinzessinenhaftes für die Trauung in der Schlosskirche und ein legeres mit Federn für den Abend auf der Burg Rabenstein. „Das Kleid für die Kirche ist sehr voluminös. Im Flieger nach Deutschland musste ich einen eigenen Sitzplatz dafür buchen“, schmunzelt die Braut.

Heiratsantrag vor der Mensa

„An den Tag unserer Hochzeit wollen wir ein Leben lang zurückdenken, da darf nichts schiefgehen“, sagt Cécile Morhain, „ohne unsere Hochzeitsplanerin hätten wir das alles nie geschafft.“ Im Vorfeld gab es eine Menge Papierkram zu erledigen. Die Eheschließung musste Perez im spanischen Konsulat in New York beantragen: „Die Beamten dort hatten noch nie mit so einem Fall zu tun“, sagt Javier, „ein Dokument musste im Diplomatenkoffer nach Europa geflogen werden!“

Schon der Antrag vor einem Jahr war eine Riesenüberraschung und ungewöhnlich aufwendig: Javier flog 6713 Kilometer von New York nach London, um seine Freundin abzuholen, von dort weiter nach München und mit dem Auto nach Bayreuth: die Stadt, in der sich die beiden im Wintersemester 2000 im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms zum ersten Mal begegneten. Direkt vor der Mensa der Uni Bayreuth ging der heute 34-Jährige vor ihr auf die Knie und hielt um ihre Hand an. Cécile sagte Ja, und heute treten sie in derselben Stadt vor den Altar.

Im Laufe der elfjährigen Beziehung sind sich die beiden einmal quer durch Europa gefolgt: Sie arbeitete als Investmentbankerin bereits in Berlin, Madrid und London – er war als Profi-Fußballtrainer bereits bei Real Madrid tätig. Seit über einem Jahr ist Javier in New York für die United States Soccer Federation im Team von Jürgen Klinsmann Assistenztrainer: „Er hat mich gefragt, ob ich am 11.11. beim Spiel der amerikanischen Nationalmannschaft gegen die Equipe Tricolore in seinem Stab dabei bin, aber die Hochzeit ist wichtiger“, grinst Javier.

Foto: Lammel




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