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07.11.2011, 18:38 Uhr

 

Stupa-Vorsitzender Paul Schwartz: „Situation ist nicht ideal“

BAYREUTH. Platzmangel in den Hörsälen, die Diskussion über die Studiengebühren und ein neues IT-System: Kurier-Redakteurin Anne Bürmann hat mit dem Vorsitzenden des Studierendenparlaments (Stupa), Paul Schwartz, über Probleme und neue Projekte an der Uni gesprochen.

 

Der erweiterte Sprecherrat (von links): Paul Schwartz, Ines-Ricca Schwarz, Laura Hoßfeld, Roman Henn (erste Reihe), Markus Block, Niklas Waßmann, Johannes Wegmann (zweite Reihe), Manfred Müller und Julius Wiesner. ⋌Foto: red

Frage: Welche Hochschulthemen werden im Stupa diskutiert?

Paul Schwartz: In der vorlesungsfreien Zeit beschloss die Staatsregierung, dass die aus Studienbeiträgen angesammelten Restmittel innerhalb der nächsten Semester auf ein Minimum zu reduzieren seien. Hierzu gäbe es zwei Lösungen. Einerseits könnte man, wie von der Hochschulleitung präferiert, die Ausgaben steigern. Die Studierendenvertreter stehen sinnvollen Ausgaben nicht im Wege, allerdings dürfen wir jetzt auch nicht mühsam etablierte Kriterien über den Haufen werfen. Andererseits bestünde die Möglichkeit, die Einnahmen zu reduzieren, die Beiträge also weiter abzusenken. Beide Alternativen haben ihre Vorteile und ihre Befürworter im Studierendenparlament.

Frage: Welche Investitionen würde das Stupa ablehnen?

Schwartz: Es muss weiterhin deutlich werden, wo der Mehrwert der Investition liegt. Dieser muss über die Grundausstattung – die der Freistaat zu gewährleisten hat – hinausgehen. Anträge, die eingereicht werden, „weil ja noch Geld übrig ist“, werden wir nicht unterstützen. Im Endeffekt wird jeder Einzelfall innerhalb des Studierendenparlaments diskutiert und entschieden.

Frage: Was tut sich bei euch sonst noch, neben der Diskussion um die Studiengebühren?

Schwartz: Wie jedes Jahr stehen auch wieder Verhandlungen zum Semesterticket an. Da jeder zahlen muss, ob er nun fährt oder nicht, ist es umstritten. Das Studierendenparlament muss einen Weg finden, alle Studierenden zu vertreten. Wahrscheinlich wird es zu diesem Thema bald eine Befragung der Studierenden geben. Außerdem sollen in nächster Zeit zwei große Projekte an der Uni Bayreuth realisiert werden. Erstens soll ein Programm namens EduCare durch unterschiedliche Arten der Beratung, Betreuung und Kontrolle die gesamte Lehr- und Studiensituation verbessern. Hier hat die Hochschulleitung uns um Ideen und unsere Mitarbeit gebeten. Zweitens soll ein neues Campus-IT-System eingeführt werden. Dies würde alle bisherigen Programme wie E-Learning und Flexnow ersetzen. Ganz billig ist so etwas natürlich nicht, und gewisse Anlaufschwierigkeiten würden mich nicht überraschen.

Frage: Der doppelte Abiturjahrgang ist da. Die Universitätsleitung fühlte sich bisher gut gerüstet. Wie sehen Sie das als Stupa-Vorsitzender?

Schwartz: Die Hochschulleitung hat ihre Möglichkeiten gut ausgenutzt. Deshalb stehen wir im Vergleich zu anderen Hochschulen deutlich besser da. Allerdings ist auch die Hochschulleitung nicht allmächtig. Das Geld, das das Ministerium für die Ausbauplanung in die Hand genommen hat, muss an anderer Stelle eingespart werden. Insgesamt kommen so einfach zu wenig Mittel an der Universität Bayreuth an. Der Ansturm durch den doppelten Abiturjahrgang war abzusehen, dennoch wurde die Mensa-Erweiterung erst nach mehrfachem Antrag genehmigt und wird somit deutlich zu spät fertiggestellt. Zwar müssen noch keine Veranstaltungen im Kino gehalten werden, die Raumsituation ist aber dennoch sehr angespannt. Dass teilweise Leute auf den Treppen sitzen müssen, ist nicht neu. Dass Studierende aber teilweise nicht mehr in den Hörsaal kommen und dann von außen versuchen müssen, etwas mitzubekommen, schon. Wie gesagt: Im Vergleich stehen wir recht gut da. Insgesamt bedeutet das aber nicht, dass die Situation hier in Bayreuth ideal ist.

Mehr zum Bayreuther Studierendenparlament gibt es hier.

Das gesamte Interview lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe des Kuriers.




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