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07.11.2011, 15:44 Uhr

 

Basaltwerk will Produktion in ein Naturschutzgebiet ausweiten – Gegner laufen Sturm

Von Udo Fürst

PECHBRUNN. Etwas martialisch könnte man von einem „Krieg um die Steine“ sprechen. Weniger kriegerisch formuliert ist es immer noch ein erbitterter Kampf um den Fortbestand des Basaltabbaus in Pechbrunn. Die Gegner: die Basaltwerk GmbH Pechbrunn auf der einen, der Bund Naturschutz auf der anderen Seite. Das Unternehmen möchte seine Abbaufläche erweitern, die Naturschützer laufen dagegen Sturm, weil der Abbau in einem Naturschutzgebiet erfolgen soll.

 

Der Basaltabbau am Teichelberg sorgt seit einigen Jahren für Diskussionsstoff. Kein anderes Vorkommen hat laut einem Gutachten des Basaltwerks ähnliche Eigenschaften wie das Pechbrunner Gestein. Bis zum Jahr 2058 könnten noch 27 Millionen Tonnen Basalt gewonnen werden. Sollte das 37 Hektar große „Gewinnungsfeld Süd“ im Naturschutzgebiet nicht bis 2014 genehmigt sein, stünden 15 Mitarbeiter auf der Straße. Im September hat die Firma ein Genehmigungsverfahren für die Zulassung eines bergrechtlichen Rahmenbetriebsplans beim Bergamt Nordbayern in Bayreuth gestartet. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von Bürgermeistern, Gemeinde- und Stadträten sowie von CSU-Landtags- und Bundestagsabgeordneten.

Hoffnung auf Kompromiss

Die Basaltwerk GmbH bietet im Gegenzug Ausgleichsflächen mittels eines Kompensationskonzeptes. „Durch die Fortführung des Abbaus würden die Rohstoffversorgung und die damit verbundenen 15 Arbeitsplätze gesichert“, betont Betriebsleiter Wolfgang Mark. Der seit 33 Jahren bei der Firma beschäftigte Betriebswirt setzt auf die Vernunft und darauf, dass man einen Kompromiss findet.

Der Bund Naturschutz (BN) verweist darauf, dass bereits die Ausweisung des Naturschutzgebietes 1996 ein Kompromiss zwischen Basaltabbau und Naturschutz gewesen sei. Das Unternehmen habe diesen Rechtszustand nie akzeptiert und auch nicht versucht, die 15 Arbeitsplätze sozialverträglich zu verlagern. Der Basaltindustrie stünden nördlich von Pechbrunn ausreichend Erweiterungs- und Optionsflächen zur Verfügung. BN-Landesvorsitzender Professor Hubert Weiger: „Wenn nötig, gehen wir durch alle Instanzen.“ Sollte das Basaltwerk doch noch zu einer Abbaugenehmigung im Naturschutzgebiet „Großer Teichelberg“ kommen, will Weiger das Bundesverwaltungsgericht anrufen.

Foto: Fürst




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