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04.11.2011, 09:30 Uhr

 

Bayreuther Studenten zu Gast in Kenia - Kurier-Aktion für Ostafrika erbrachte gut 114.000 Euro

Von Simone Thien

BAYREUTH. Bayreuther Bürger spendeten diesen Sommer bei einer Kurier-Aktion 114.400 Euro für Hungernde in Ostafrika. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe wurde eine Hilfsaktion gestartet. Mit dem Geld werden Projekte in den von der Hungersnot heimgesuchten Gebieten unterstützt. Im Rahmen einer zweiwöchigen Exkursion der Universität Bayreuth nach Kenia besuchten nun 29 Studierende mit den Professoren Detlef Müller-Mahn und Bernhard Herz das Büro der Welthungerhilfe in Nairobi.

 

Im Rahmen der Exkursion stand auch ein Besuch bei der Welthungerhilfe in Nairobi auf dem Programm der Bayreuther Studenten. Diese Organisation erhielt in unabhängigen Untersuchungen wiederholt Lob und Anerkennung für ihre Arbeit und für ihre Transparenz bei der Verwendung der Spendengelder.

Der Erfolg der Welthungerhilfe beruht auf einem einfachen Grund: Die Spender vertrauen darauf, dass die Organisation das Geld so einsetzt, dass es bei den Menschen in Not ankommt. Von dieser Mittelverwendung und Arbeitsweise wollte sich die Gruppe aus Bayreuth selbst einen Eindruck verschaffen und besuchte deshalb das Regionalbüro der Welthungerhilfe in Nairobi. Der Regionalkoordinator Johan van der Kamp ging auch auf die zum Teil recht schwierigen Probleme ein, mit denen die Projekte immer wieder konfrontiert werden.

Sammelanlagen für Regenwassser

Van der Kamp erläuterte die Abhängigkeit der Welthungerhilfe von Spenden, die die Basis ihres Engagements bilden. Als der Nordbayerische Kurier im Juli zu einer Spendenaktion für Ostafrika aufrief, kamen 114.400 Euro zusammen. Dieses tolle Ergebnis ist ein Beispiel für die Spendenbereitschaft, die, wie der Generalsekretär der Welthungerhilfe in Bonn, Wolfgang Jamann erklärt, „ausgesprochen groß“ sei.

Ein besonders erfolgreiches Modell der Unterstützung der Menschen in den Trockengebieten in Kenia ist die Anlage von Sammelanlagen für Regenwasser. In den vergangenen Jahren hat die Welthungerhilfe Dutzende dieser Einrichtungen zusammen mit lokalen Selbsthilfegruppen errichtet. Dabei werden große natürliche Felsformationen durch die Errichtung von Mauern und Tanks zum Sammeln der Niederschläge genutzt. Mit solchen technisch relativ einfachen Methoden ist es möglich, Trinkwasser in Trockengebieten über einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen.

Das Treffen bei der Welthungerhilfe in Nairobi beeindruckte die Studentengruppe der Uni Bayreuth nicht nur durch die Offenheit, mit der über Projekte und Probleme gesprochen wurde, sondern auch durch die Kompetenz, die van der Kamp, stellvertretend für seine Organisation, ausstrahlte. „Das ist ein Profiverein“, betonte Professor Müller-Mahn. Dass die Welthungerhilfe für ihre Arbeit in Kenia Anerkennung und Vertrauen verdient, konnten die Studierenden nach diesem Besuch nachvollziehen, und dieser positive Eindruck sollte an die Spender in Bayreuth weitergegeben werden.

Foto: red




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