21.10.2011, 00:00 Uhr
NEW YORK. Der Münchener Autobauer BMW will der Konkurrenz auf dem hart umkämpften US-Markt mit einer größeren Modellauswahl davonziehen. "Wir haben durchaus den Plan, mit dem X1 nach Amerika zu gehen", sagte der neue Nordamerika-Chef Ludwig Willisch vor Journalisten in New York.
Derzeit bietet BMW den kleinsten seiner Geländewagen nicht in den Vereinigten Staaten an. Auch der kompakte 1er ist hier nur als Coupé und Cabrio zu bekommen.
Schneller auf dem Highway unterwegs
Willisch, der seinen Job Anfang Oktober angetreten hat, will den US-Kunden insgesamt mehr Vielfalt bieten. So hat BMW vor kurzem die Vier-Zylinder-Motoren zurück nach Amerika gebracht, allerdings zuerst nur im Roadster Z4. Bis dato fing die Motorenpalette bei Sechs-Zylindern an, kleinere Motoren passten nicht ins Bild eines Premiumanbieters. Das sieht Willisch anders: "Die Amerikaner wollen eigentlich doch nur Drehmoment, damit sie schnell auf den Highway auffahren können. Da ist es ihnen egal, was unter der Haube steckt."
Überdies erwägt Willisch, mehr Dieselmotoren ins Programm zu nehmen. Diese sind bei vielen US-Autofahrern immer noch als lahme Stinker verschrien. Doch auch in den Vereinigten Staaten sind die Spritpreise empfindlich gestiegen und zudem kommen auf die Autohersteller schärfere Regelungen zum Verbrauch zu. "Ein Drittel aller X5 hat mittlerweile schon einen Dieselmotor", verkündete Willisch. "Da sind wir noch längst nicht am Ende der Fahnenstange."
BMW liefert sich derzeit mit Mercedes-Benz ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des führenden Premiumanbieters in den Vereinigten Staaten. Zudem greift Audi an und wächst rasant. "Da müssen wir sehen, dass wir die Kunden behalten und noch ein paar neue dazugewinnen", erklärte Willisch. Auch die japanische Konkurrenz mit Lexus (gehört zu Toyota), Acura (Honda) und Infiniti (Nissan) ist stark.
dpa/Foto: pa
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