05.10.2011, 14:00 Uhr
Von Udo Fürst
TIRSCHENREUTH. Mit dem Spatenstich für das neue Gebäude des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) am Dienstag geht eine lange Reise (Bürgermeister Franz Stahl) ihrem für die Stadt und den Landkreis Tirschenreuth glücklichen Ende entgegen. Der 8,3 Millionen Euro teure Komplex in Holzbauweise soll Ende nächsten Jahres fertig sein und ab Anfang 2013 Platz für 150 Mitarbeiter bieten.
Die von der Staatsregierung bereits vor sieben Jahren beschlossene Ämterverlagerung von Regensburg nach Tirschenreuth brachte neben strahlenden Siegern auch enttäuschte Behördenmitarbeiter. 21 Beschäftigte des Regensburger Amtes ließen sich in andere staatliche Behörden versetzen, mehr als 80 Frauen und Männer nutzten die Möglichkeit der Altersteilzeit. Weiteren Mitarbeitern sei der Umzug nicht zuzumuten, erklärte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Damit dürfte der strukturpolitische Effekt niedriger ausfallen als versprochen: Statt der gut 130 Mitarbeiter werden zunächst bestenfalls 100 nach Tirschenreuth kommen.
Dennoch überwog am Dienstag bei den zahlreichen Ehrengästen, von Minister Brunner über mehrere Landtagsabgeordnete bis hin zu Regierungspräsidentin Brigitta Brunner und Landrat Wolfgang Lippert, Freude und Erleichterung. So bezeichnete Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl die Entscheidung pro Tirschenreuth als wichtigen Meilenstein. „Diese Arbeitsplatzbeschaffung ist bitter nötig für unsere Region.“ Durch den Neubau auf dem früheren Bahnhofsgelände sei eine Brachfläche beseitigt worden und zusammen mit den geplanten Ansiedlungen von Polizei und Raiffeisenbank auf diesem Areal entstehe ein neuer Stadtteil. An die Beschäftigten des Amtes richtete der Bürgermeister die Worte, dass Tirschenreuth eine lebenswerte Stadt sei, „die nicht in Sibirien liegt“.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Kurier.
Foto: red
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