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01.10.2011, 12:40 Uhr

 

Bürgermeister zu Stimmkreisreform: Alles soll so bleiben, wie es ist

Von Ute Eschenbacher und Andreas Gewinner

KULMBACH/BISCHOFSGRÜN. Die Kulmbacher Bürgermeister wollen ihren Stimmkreis am liebsten behalten, wie er ist. Wenngleich sie sich notfalls wie ihre Kollegen im Fichtelgebirge, mit der Variante Kulmbach-Kronach sowie Bayreuth-Wunsiedel anfreunden könnten.

 

Die sogenannte „Hundeknochen“-Variante (rot umrandet) bei der Stimmkreisreform ist umstritten: Die Region Kulmbach würde mit dem Raum Wunsiedel durch Brückengemeinden im Fichtelgebirge verbunden. Die Entfernungen von einer Ecke zur anderen sind groß. Eine zweite Variante, ein neuer „Stimmkreis Fichtelgebirge“, würde die Region Wunsiedel umfassen plus Fichtelgebirgsgemeinden aus dem Landkreis Bayreuth. Die Chancen auf eine Umsetzung stehen allerdings schlecht.

„Der Wahlkreis Kulmbach-Bayreuth ist ein gewachsener Stimmkreis, der seit 40 Jahren besteht und weiterhin bestehen bleiben sollte“, sagt etwa der Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider. Zum Wunsiedler Raum hätten die Himmelkroner, die sowieso stark Richtung Bayreuth orientiert seien, keinen historischen Bezug. „Man muss sich auch einmal vor Augen führen, welche geografische Ausdehnung dieser Stimmkreis hätte“, kommentiert Schneider die sogenannte „Hundeknochen“-Variante. Dem oder der künftigen Abgeordneten würde eine Präsenz von Mainleus bis zur tschechischen Grenze abverlangt werden.

"Keine Notwendigkeit"

Der Harsdorfer Bürgermeister Günther Hübner hält ebenfalls nichts von einer „Korridorlösung“ mit einigen Fichtelgebirgsgemeinden zwischen den Landkreisen Kulmbach und Wunsiedel. „Die Probleme liegen nicht im Stimmkreis Kulmbach, sondern in Wunsiedel“, meint Hübner. Seiner Ansicht nach gibt es überhaupt keine Notwendigkeit, am Wahlkreis Kulmbach-Bayreuth etwas zu verändern.

Abwartend ist die Haltung in Fichtelgebirgskommunen des Landkreises Bayreuth zum Vorschlag eines Fichtelgebirgsstimmkreises als Alternative zur wenig geliebten „Hundeknochen“-Lösung. „Wir wären zwar am Rande, Goldkronach als Teil eines Stimmkreises Fichtelgebirge wäre aber gar nicht so schlecht. Wenngleich das Optimum eine Zugehörigkeit zu Bayreuth wäre“, meint der dortige Bürgermeister Günter Exner. Bisher wird Goldkronach durch die Kulmbacher Abgeordneten vertreten.

Auch für Stephan Unglaub, Bürgermeister von Bischofsgrün, ist aufgrund der „relativ gleich gelagerten Interessen im Fichtelgebirge ein Fichtelgebirgsstimmkreis durchaus überlegbar“. Mit der jetzigen Lösung (Vertretung durch die Kulmbacher Abgeordneten) war man zufrieden.




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