BAYREUTH. Droht dem Festival junger Künstler in Bayreuth neues Ungemach? Die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Anette Kramme (SPD) zeigt sich jedenfalls „schockiert über die drastischen Mitelkürzungen“ für die Veranstaltung. „Die Streichung der Mittel ist bereits in vollem Gange“, schlägt Kramme in einer Pressemitteilung Alarm.
Noch 2010 hatte das Festival – Gesamtetat von 450.000 Euro – 120.000 Euro Förderung vom Bund erhalten, heuer waren es 80.000 Euro gewesen. Im kommen Jahr, so interpretiert Kramme
eine Stellungnahme des Bundesfamilienministeriums, werde die Förderung von Bund und Land gemeinsam auf 40.000 Euro, im Jahre 2013 schließlich auf nur noch 20.000 Euro sinken.
Diese Angaben wollte das bayerische Kunstministerium nicht bestätigen. Es handele sich bei den Zahlen Krammes um Mittel lediglich des Bundes. Der Freistaat schieße darüber hinaus
Geld zu und werde sich „dafür einsetzen, die Zuschüsse für das Festival junger Künstler in möglichst guter Höhe zu erhalten“, sagte eine Sprecherin. Daher
habe der Freistaat Bayern auch seinen Zuschuss für 2009 nicht zurückgefordert, obwohl das Festival erstmals „einen deutlichen Einnahmeüberschuss“ erwirtschaftet
habe.
Festival-Intendantin Sissy Thammer wollte die Zahlen nicht näher kommentieren. Ihrer Kenntnis nach sei überhaupt keine Summe defininitv beschlossen. „Wir rechnen nach einem sehr
anstrengenden Festival erst noch ab und schreiben unsere Berichte“, sagte sie dem Kurier. „Und diese Bilanz des Festivals 2011 wird dann auch die Basis für neue Gespräche
sein.“ Noch im Herbst solle mit Bund und Bayern verhandelt werden.
Foto: red
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