22.09.2011, 09:35 Uhr
BAYREUTH. Ein ungewöhnliches Telefonat führte Hans-Jürgen Feulner aus Neustädtlein mit einem Mitarbeiter des Straßenverkehrsamts. Dieser war bezüglich des Themas Behindertenparkplätze am Rotmain-Center alles andere als gut aufgelegt – was Feulner zu spüren bekam.
„Es hat damit geendet, dass mich der Mitarbeiter am Telefon angeschrien und grußlos das Gespräch beendet hat“, sagt Feulner im Kurier-Gespräch. Der Grund für
Feulners Anfrage war die Behindertenparkplatzsituation am Rotmain-Center. Feulner nutzt diese Parkplätze seit Jahren, da er regelmäßig zur Reha die naheliegende Praxis besucht.
Jetzt musste er jedoch feststellen, dass einer der Parkplätze zum Taxiparkplatz umgewidmet wurde (der Kurier berichtete). „Ich bin auf Krücken angewiesen. Weite Wege, vor allem im
Winter bei Schnee und Glätte, können da gefährlich sein.“
Feulner stellte deshalb sein Auto vor dem Taxistellplatz ab, was nach seiner Aussage jahrelang toleriert wurde. „Jetzt aber hing ein Strafzettel über 15 Euro an der Frontscheibe. Das ist natürlich Ermessensspielraum, warum wurde es aber jahrelang geduldet?“ Feulner sei danach zum Straßenverkehrsamt gegangen, um mit einem Mitarbeiter den Sachverhalt zu besprechen. Der Mitarbeiter sei freundlich gewesen, konnte ihm aber nicht weiterhelfen, stattdessen sollte er sich an einen weiteren Mitarbeiter wenden. „Ich rief da an und schilderte mein Problem. Dabei hatte ich aber das Gefühl, dass mein Fall den Mitarbeiter nicht interessiert, er wirkte unmotiviert und unfreundlich am Telefon.“
Einfach aufgelegt
Nachdem der Mitarbeiter das Telefon abrupt beendet hatte, versuchte Feulner den Kontakt nochmals herzustellen, was jedoch scheiterte. Deshalb hat Feulner nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Mitarbeiter des Verkehrsamts gestellt. „Es kann ja nicht sein, dass Mitarbeiter des Straßenverkehrsamts mit Bürgern so umgehen.“ Von der Stadt, bei der sich Feulner schriftlich über den Mitarbeiter beschwert hat, habe er bis jetzt keine Antwort erhalten. Dem Kurier teilte die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mit, dass Feulners Beschwerde eingegangen sei und derzeit vom Personalreferat geprüft werde. Der betroffene Mitarbeiter werde angehört, danach gebe es nach „ernsthafter und gewissenhafter Prüfung“ eine Entscheidung und gegebenenfalls auch dienstaufsichtliche Maßnahmen.
aba/Symbolbild: pa
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