22.09.2011, 09:28 Uhr
Von Gert-Dieter Meier
BAYREUTH. Der Hauptausschuss des Stadtrats hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, einen „runden Tisch Sperrzeitverlängerung“ einzuführen. Vertreter des Ordnungsamtes, der Polizei und der Bayreuth Marketing- und Tourismus-GmbH sowie „führende Vertreter der Gastronomie“ sollen dabei die Sinnhaftigkeit einer kürzeren nächtlichen Kneipenöffnung beraten.
Beantragt hatte einen solchen runden Tisch Stadtrat Oliver Gerhards (CSU/BT go!). Weil sich nach seinen Erkenntnissen „immer mehr Menschen – auch in Bayreuth – über vor allem alkoholbedingte Störungen der Sicherheit und Ordnung“ beklagten (der Kurier berichtete). Gerhards will ausdrücklich keine Verlängerung der Sperrzeit im gesamten Stadtgebiet, weil diese „weder rechtlich haltbar noch sinnvoll“ sei. Gerhards weiter in seinem Antrag: „Klargestellt sei, dass es nicht darum geht, rechtschaffenen Bürgern den Besuch von Gaststätten oder den Konsum von Alkohol zu verbieten. Schon gar nicht soll irgendwem die Lust am Feiern genommen werden.“
Problemzeit zwischen 2 und 5
Es gebe aber einige Problembereiche, „in denen regelmäßige Saufgelage zu beklagen“ seien. Und, in der Folge, Ruhestörungen, Verunreinigungen und Gewaltdelikte. Zum Thema Gewalt zitierte der Bayreuther Rechtsreferent Ulrich Pfeifer ein Schreiben der Polizei, wonach das Gros der Straftaten (Beleidigungen, Körperverletzungen) infolge von übermäßigem Alkoholkonsum in die Zeit zwischen 2 und 5 Uhr falle. Am Ende der Debatte im Rathaus (weiterer Bericht in unserer morgigen Ausgabe) stimmte der Hauptausschuss für die Einführung eines runden Tisches, um das Konfliktfeld zwischen den verschiedenen Bürgerinteressen (Sicherheit, Freizeitgestaltung), den Bedürfnissen der Gastronomie und Sicherheitsaspekten gründlich auszuloten, wie Oberbürgermeister Michael Hohl erläuterte.
Foto: Kolb (Archiv)
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