17.09.2011, 15:44 Uhr
JENA/ERFURT. Ohne seine Eltern musste ein erst 18 Monate alter Junge in einem Regionalzug von Jena nach Erfurt fahren. Die Türen des Zuges hätten sich am Freitagnachmittag in Jena West geschlossen, bevor der Vater einsteigen konnte. Trotz lauter Rufe des Vater sei der Lokführer dann einfach losgefahren, schilderten die Eltern die Ereignisse am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Ein Bahnsprecher bestätigte den Vorfall.
"Es tut uns sehr leid", sagt der Sprecher. Offenbar habe der Lokführer bei der Überprüfung des Bahnsteiges nicht bemerkt, dass der Vater noch schnell sein Fahrrad holen wollte und sei losgefahren. Erst eineinhalb Stunden später konnte dieser seinen Sohn in Erfurt in Thüringen abholen.
Laut Polizei beobachteten Reisende im Zug, wie das Kind von seinem Vater getrennt wurde. Sie hätten sofort die Polizei verständigt und sich gemeinsam mit dem Zugpersonal um den kleinen Jungen gekümmert. Auch der Kundenbetreuer habe die Bundespolizei informiert, erklärte der Bahnsprecher.
dpa/Symbolbild: dpa
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