04.09.2011, 12:01 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. An den Grund- und Mittelschulen in Bayreuth werden zwar im neuen Schuljahr weiterhin weniger Kinder unterricht als im Schuljahr davor, allerdings hat sich der Rückgang abgeschwächt. Der oberfränkische Trend mit einem Minus von knapp fünf Prozent wird in Bayreuth unterboten: Minus 3,62 Prozent. Dafür können die Schulen in Bayreuth mit einem Ausbau ihrer Angebote punkten.
Die Schulräte Günter Roß (Stadt), Clemens Spindler (Landkreis) und der Verbundkoordinator für die Mittelschulen sowie Leiter der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), Werner Lutz, schneiden im Gespräch mit dem Kurier viele Baustellen an, die es im kommenden Schuljahr zu bewältigen gibt. Eine davon ist sicher das Thema Ganztagesklassen: „Wir haben in der Herzoghöhe- und in der Graserschule in den ersten, zweiten und dritten Klassen je eine gebundene Ganztagesklasse, wobei wir bei der Herzoghöheschule leichte räumliche Probleme sehen“, sagt Roß.
Solange das Essen bezahlt wird, ist es gut
Offene Ganztagesangebote mit erweiterter Mittagsbetreuung halte jede Bayreuther Grundschule vor, das läuft seit Jahren speziell in Bayreuth sehr gut“, sagt Roß. Tendenziell etwas
schwieriger sei es in der Mittelschule: „Wir haben an der ASS den Vollausbau mit fünf Klassen, an der St. Georgen-Schule sind wir mit aktuell vier Klassen noch im Aufbau“, sagt
Lutz. Im rhythmisierten Unterricht, der bis 15.40 Uhr – mit Mittagspause – gehe, werde „viel mit außerschulischen Trägern angeboten, was die Schule sonst nicht bieten
kann. Was für uns viel Arbeit zusätzlich bringt, ist das Thema Mittagessen: Solange es bezahlt wird, ist es gut. Aber wenn die Eltern nicht zahlen, wird es schwierig. Unser Wunsch ist,
dass hier eine längerfristige Lösung kommt – nämlich das kostenfreie Essen an den Schulen“, sagt Lutz.
Denn man setze an der Schule auf verpflichtendes Essen bei den Ganztagsschülern, „auch aus Gründen der Qualität des Essens, denn wir sind sehr dahinter her, dass die Kinder ausgewogen ernährt werden“. Interessant auch die Entwicklung bei Förderangeboten: In der Stadt Bayreuth gebe es verhältnismäßig viele Schüler, die „eigentlich in die Förderschule müssten, aber auf Wunsch der Eltern die Regelschule besuchen. Die Zahl der Kinder steigt auch weiter“, sagt Roß.
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