02.09.2011, 20:00 Uhr
MÜNCHEN. Anders als in Österreich und Italien wird es in Bayern keine routinemäßigen Geschwindigkeitskontrollen mit automatisierter Videoaufzeichnung geben. Innenminister Joachim Herrmann lehnte am Freitag die sogenannten Abschnittskontrollen mit Videokameras ab - unter anderem aus Datenschutzgründen.
Im englischen Fachjargon heißt die Methode "section control": Auf einem bestimmten Streckenabschnitt werden die Nummernschilder sämtlicher Fahrzeuge aufgezeichnet - unabhängig davon, ob die Fahrer zu schnell unterwegs sind. Die Forderung, solche Systeme zu erproben, sei vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat an das Innenministerium herangetragen und geprüft worden, erklärte Herrmann. "Ein entsprechend negatives Antwortschreiben an den Verkehrssicherheitsrat wird demnächst auslaufen."
Herrmann betonte, dass die bayerische Polizei regelmäßig die Geschwindigkeit an unfallträchtigen Streckenabschnitten kontrolliere. "Im ersten Halbjahr 2011 ist die Zahl der Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit um mehr als drei Prozent auf 8325 zurückgegangen."
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