28.08.2011, 14:56 Uhr
BAYREUTH. Das Festival junger Künstler in Bayreuth hofft in Zukunft auf mehr finanzielle Sicherheit.
„Führende Politiker von Bund und Land haben versprochen, das Festival auf eine neue finanzielle Basis zu stellen“, erklärte am Wochenende Intendantin Sissy Thammer. Dazu sollen neue Ziele und Aufgaben entwickelt werden. Der Bund und das Land Bayern hatten ihre Zuschüsse für das traditionsreiche Festival kurzfristig um ein Drittel gekürzt.
Neuer Sponsor
Mit der Pro-Helvetia-Stiftung sei zudem ein neuer Sponsor gewonnen worden, berichtete Thammer. „Die Stiftung war derart beeindruckt von den künstlerischen und politischen Ergebnissen, dass sie 2012 das Projekt „Richard Wagner und die Schweiz“ finanziert“, sagte sie.
Seinen hohen künstlerischen Anspruch hat das am Dienstag zu Ende gehende Festival nach Ansicht der Intendantin mit drei Projekten erneut unter Beweis gestellt. „Das Symphonieorchester hat mit „Die Ideale“ von Franz Liszt und Bruchstücken aus Wagners „Ring“ in der Originalfassung des Komponisten außerordentlich hohe Ansprüche an die 125 jungen Musiker aus 34 Nationen gestellt“, sagte Thammer zum Abschluss des Festivals. Seinen politischen Auftrag des Miteinanders der Kulturen und Nationen habe das Festival mit dem Projekt „Orient meets Occident“ erfüllt.
"Zukunftsmusik"
Neben Liszt und Wagner widmete sich das Festival unter dem Motto „Zukunftsmusik“ einem dritten großen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Zum 100. Todestag von Gustav Mahler inszenierte Dirk Schattner im Musiktheater-Workshop Mahler-Lieder mit dem Titel: „Ich bin der Welt abhandengekommen ...“.
Am 61. Festival nahmen 450 junge Künstler teil. Sie haben etwa 100 Konzerte in Bayreuth und der Region gegeben.
dpa/Foto: dpa
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