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26.08.2011, 09:37 Uhr

 

Fichtelgebirgsbahn: Förderverein drückt aufs Tempo

WARMENSTEINACH. Das Wirtschaftsministerium möchte erst 2014 endgültig über einen Weiterbau der Bahn bis Warmensteinach entscheiden. Der Förderverein Fichtelgebirgsbahn ging bei seiner Hauptversammlung auf die aktuelle Entwicklung ein und will sich mit weiteren drei Jahren Wartezeit nicht zufriedengeben.

 

Anfang August fanden nach den Worten von Gerhard J. Curth, Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH, im Wirtschaftsministerium in München weitere Verhandlungen statt. Nach Curths Eindruck gebe es im Ministerium zwei unterschiedliche Lager. Scheinbar als Kompromiss der Meinungen, wolle sich das Wirtschaftsministerium bis 2014 auf keine Reaktivierung der Strecke einlassen. Dann stehe eine Neuverteilung der „Regionalisierungsmittel im Bahnverkehr“ an. Bis dahin sollen die Fahrgastzahlen auf der Schiene bis Weidenberg beobachtet und danach entschieden werden, „ob Warmensteinach dabei ist“. Doch für dieses Vorgehen gibt es laut Curth keinen Grund. Denn das vorgelegte Gutachten zeige im Ergebnis auf, dass die geforderten Fahrgastzahlen erreichbar seien. Und die Deutsche Regionaleisenban habe auch ein schlüssiges Finanzierungskonzept für den Aufbau des Streckenabschnitts von Weidenberg bis Warmensteinach unter eigener Regie vorgelegt. Zudem könne man auf positive Erfahrungen bei der Reaktivierung anderer Strecken zurückgreifen.

Nicht vertrösten lassen

Der Förderverein Fichtelgebirgsbahn und die Deutsche Regionaleisenbahn wollen sich jedenfalls nicht drei Jahre vertrösten lassen. Uwe Furnier vom Förderverein machte die Rechnung auf, dass durch den Freistaat Bayern in der Region Oberfranken derzeit unter anderem wegen der nicht funktionierenden Neigetechnik pro Monat 500 000 Euro einbehalten werden. Furnier rechnete vor, dass sich von dem Geld leicht die Bestellung der neun Kilometer nach Warmensteinach finanzieren lasse. Der Förderverein will nun versuchen, früher als in drei Jahren eine politische Entscheidung herbeizuführen, zumal sich die touristische Bedeutung mit einer Fahrgastbefragung gar nicht ermitteln lasse. Dabei könne laut Tourismus-chef Andreas Munder die laufende Gästebefragung hilfreich sein, da auch das Interesse an der Anreise per Bahn abgefragt wird.

Foto: Lammel (Archiv)




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