23.08.2011, 11:32 Uhr
HOHENMIRSBERG. „Das war einfach nur cool“: Die Augen der 13-jährigen Lisa Fiebich aus Weidenberg glänzen. Gerade hat sie ihren ersten Flug mit dem Gleitschirm von der Hohenmirsberger Platte hinter sich. Als Passagier natürlich. Hinter ihr: ein erfahrener Sportler des Gleitschirmclubs Fränkische Schweiz (GSCFS), der den Teenager mit in die Luft genommen hat.
Zu einem wesentlich günstigeren Preis als den ohnehin schon günstigen des Gleitschirmclubs hat der Kurier beziehungsweise das Management der Kurier-Card diese lautlosen Flüge für eine Reihe von Kindern und erwachsenen Familienmitgliedern möglich gemacht beim erstmaligen Ferienprogramm für die Region.
Für die Teilnehmer, die allesamt noch nie etwas mit einem Gleitschirm zu tun hatten, dürfte dies ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein. Auf jeden Fall für Lisa: „Das war eines der schönsten Dinge, die ich je gemacht habe.“ Ein bisschen Bammel hatte sie vor dem Flug schon, gibt sie zu, weil man eben etwas Unbekanntes vor sich hat. Die Skepsis legt sich offenbar dann, wenn man hoch oben in der Luft ist, auch wenn „es ein bisschen kühl um die Nase ist“, wie Lisa meint. „Eiskalt“ sei es da oben, meint die jüngere Schwester Leonie, „und windig“. Das hat die Elfjährige nicht davon abgehalten, sich gleich zweimal in die Luft zu schwingen.
Dem Schwindel getrotzt
Mutter Andrea Fiebich war die Nächste, die sich traute, obwohl sie – wie sie später sagt – nicht ganz schwindelfrei ist. Das hat sich bei ihr offenbar völlig gelegt: „Man schwebt ganz ruhig und kommt sich vor wie in einem Schaukelstuhl hoch oben in der Luft.“ Vater Norbert Fiebich ist dann als letztes Familienmitglied der Erde entschwebt – gut und gerne rund 500 Meter hinauf. Auch er wird, wie alle anderen Flugpassagiere, unter den Wolken völlig das Zeitgefühl vergessen.
Die Ferienprogrammteilnehmer haben am Samstag ideales Flugwetter bekommen. „Die Thermik ist gut und die Fernsicht toll“, sagte der Vorsitzende des Gleitschirmclubs, Markus Knoth. Er und seine Flieger verstanden es, ihren Passagieren die Angst vor dem Gleitflug zu nehmen, und vermittelten durch ihre Professionalität Sicherheit. Der Club hat seinen Standort an der Hohenmirsberger Platte und dort auch sein Vereinsheim. Jeden Sonntag nimmt man Passagiere im Tandemflug mit auf die luftige Reise. Wenn die Thermik und das Wetter passen.
Letzteres kann der Laie vermutlich nicht einschätzen. Deshalb setzt man sich zwei bis drei Tage mit seinem Piloten in Verbindung, der weiß, ob ein Flug möglich ist oder nicht, und natürlich nur dann, wenn man einen Tandemflug gebucht hat. Darüber hinaus erfährt man alle Einzelheiten, die für ein derartiges Erlebnis wissen muss, über die Homepage des Gleitschirmclubs (www.gleitschirmclub-fs.de). Dort gibt es auch die Kontaktadressen und -formulare.
tz
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