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18.08.2011, 17:05 Uhr

 

Haftpflicht und Berufsunfähigkeit für Azubis wichtig

HENSTEDT/BAYREUTH. Rund 6000 junge Menschen nehmen am 1. September nach Angaben von Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer in Oberfranken ihre Ausbildung in Angriff. Das bedeutet auch, dass sie ihren Versicherungsschutz überprüfen müssen. Welche Versicherungen sie jetzt brauchen und welche nicht, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt.

 

„Das Budget der jungen Leute ist begrenzt. Deshalb sollte man keine überflüssigen Verträge abschließen und nur das absichern, was man nicht aus eigenen Mitteln ersetzen kann“, sagte die Expertin im Gespräch mit dem Kurier.

Pflicht ist mit Ausbildungsstart eine eigene gesetzliche Krankenversicherung, die Mitversicherung bei den Eltern entfällt. Sucht sich der Azubi nicht binnen 14 Tagen selber eine Versicherung aus, tut das der Arbeitgeber für ihn. Damit ist die Wahlmöglichkeit zunächst vertan.

Unverzichtbar ist laut Boss eine private Haftpflichtversicherung. Gute gibt es für 60 bis 80 Euro im Jahr. Zwar ist man hier bis zum Abschluss der Erstausbildung bei den Eltern mitversichert, doch gibt die Expertin zu bedenken, „dass ein Drittel der deutschen Haushalte keine solche Versicherung hat“.

Ebenso wichtig sei eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die das ebenfalls existenzielle Risiko des Verlusts der Arbeitskraft absichere. Die gesetzliche Rentenversicherung helfe da kaum weiter. Auszubildende dürfen laut Boss bis zu 1000 Euro monatliche Rente absichern, „und das sollten sie auch tun“. 30 bis 80 Euro pro Monat müssten die Azubis je nach Gefährlichkeit des Berufs einplanen. Abzuraten ist laut Boss von einer Kombination mit einer Kapitallebensversicherung.

Wenn noch Geld übrig ist, könne man auch noch über eine Unfallversicherung nachdenken. Dagegen hält Boss Kapitallebensversicherungen oder Rentenversicherungen zumindest in jungen Jahren für überflüssig. Wer als Auszubildender etwas für die Altersvorsorge tun wolle, solle sich über das Riestern – oder noch besser – über betriebliche Altersvorsorgemodelle informieren – da gebe es Zulagen.

 Auf der Homepage des Bundes der Versicherten können Auszubildende und Studenten eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Broschüre herunterladen: www.bundderversicherten.de

Symbolbild: pa




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