18.08.2011, 15:09 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Das Festspielhaus hat nicht nur ein bauliches Problem, es gibt nach wie vor auch Probleme mit Wasser, das bei starkem Regen beim Bühneneingang hereindrückt. Trotz einiger Baumaßnahmen ist dem Problem nach wie vor nur mit Sandsäcken beizukommen. Bis Herbst will das Tiefbauamt ein Konzept vorlegen, wie das Wasser ums Festspielhaus einen Bogen machen kann.
In der Sitzung des Ferienausschusses sagte der Stadtbaureferent Hans-Dieter Striedl in einer kurzen Bekanntgabe, man sei „in der Verwaltung dabei, einen Maßnahmenplan auszuarbeiten, damit das Auffahren von Sandsäcken nicht mehr erforderlich sein wird“. In den vergangenen beiden Jahren wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um das Wasser vom Festspielhaus fern zu halten, sagt der Leiter des städtischen Tiefbauamts, Adam Kirschner, auf Anfrage des Kuriers am Donnerstag. „2008 ist das Problem erstmals so richtig aufgetaucht, als die Starkregenereignisse sich gehäuft haben. Im Oktober 2008 gab es einen Beschluss des Bauausschusses über einen Vorschlag von uns, dass 2,6 Millionen Euro in mehreren Abschnitten verbaut werden können.“
Der Parkplatz ist Schuld
2009 und 2010 wurden unter anderem in der Siegfried-Wagner-Allee und in der Bürgerreuther Straße neue Kanäle verlegt und auf den Stadtringsammler Nord angeschlossen. Ein weiteres
großes Projekt war der Bau eines Regenrückhaltebeckens gegenüber des Festspielhauses mit einem Fassungsvermögen von 380 Kubikmetern. „Außerdem haben wir einen
Zulaufkanal entlang des Freiluftbades für das Rückhaltebecken gebaut“, sagt Kirschner. Kosten bislang: 464.000 Euro.
Jedoch: „Wir müssen, das sieht das Konzept unter anderem vor, die Parkplätze befestigen und mit sogenannten Muldenrigolen das Wasser ableiten.“ Denn bei starkem Regen wäscht das Wasser auf den beiden Parkplätzen, die bergauf gesehen links an der Bürgerreuther Straße liegen, den Splitt förmlich ab. „Wir haben acht bis zehn Prozent Gefälle, das Wasser schiebt den Schotter nach unten und die Steine verstopfen die Abläufe – die Folge ist, dass das Wasser aufs Festspielhaus zuschießt. Und bei der Bühne, wo es verständlicherweise wegen der Kulissen, die eingeschoben werden müssen, keine Schwellen geben darf, hereindrückt.“
Foto: Lammel
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