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17.08.2011, 13:35 Uhr

 

Gemeinde Thurnau schließt Vertrag mit NewEN

THURNAU. Gegen die Stimmen von Erwin Schneider und Detlef Zenk (ÜWG/FW) hat sich der Gemeinderat Thurnau am Montag für einen Nutzungsvertrag mit der Firma NewEn Projects aus Bremen ausgesprochen.

 

Im Gebiet des Marktes Thurnau gibt es nach der geplanten Fortschreibung des Regionalplans Oberfranken Ost drei Vorranggebiete für Windkraftanlagen. „Mittlerweile haben wir alle Eigentümer der Grundstücke in den beiden Vorrangflächen angeschrieben, die komplett im Gebiet des Marktes Thurnau liegen“, erklärte Bürgermeister Dietmar Hofmann in der Gemeinderatssitzung.

Mehrheitlich habe der Gemeinderat beschlossen, die Firma NewEN mit der Ausarbeitung eines Konzepts zu beauftragen. Dabei sollen alle Möglichkeiten der Erzeugung regenerativer Energien ausgelotet werden, woran sich Bürger beteiligen können sollen. Da der frühere Verwaltungsleiter Norbert Lawatsch in der Geschäftsführung von NewEn arbeite, sei man „absolut überzeugt, einen seriösen Partner gefunden zu haben“, so Hofmann. Da die Gemeinde nicht nur Vermittler, sondern auch Eigentümer sei, wolle sie ihr Grundstück in einer der Vorrangflächen für den Betrieb von Windkraftanlagen zur Verfügung stellen.

Kein Wettbewerb

„Müssen wir uns so weit aus dem Fenster lehnen?“, meldete jedoch Erwin Schneider Bedenken an. Schließlich sollte ein Wettbewerb der Anbieter möglich sein. Und auch Detlef Zenk stellte fest, dass er sich die Zusammenarbeit mit NewEn „total anders vorgestellt“ habe.

Die CSU-Fraktion begrüßte das Vorhaben, da man einen Partner mit Erfahrung gewählt habe und die Gemeinde nun beispielhaft vorangehen könne. Der Bauernverband sei zudem in das Verfahren einbezogen.

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