17.08.2011, 09:00 Uhr
Von Gert-Dieter Meier
BAYREUTH Ein W in Bayreuth – das muss irgendetwas mit Wagner zu tun haben. Hat es auch, zumindest bei dem Plakat, das in den letzten Tagen großzügig in Bayreuth geklebt wurde.
Es zeigt viel Weiß – und in der Mitte, auf rotem Grund, jenes W, das der Unterschrift Richard Wagners nachempfunden ist.
Aus der Entfernung wird aus diesem Plakat niemand wirklich schlau. Das räumt auch Nicolaus Richter, städtischer Beauftragter für Musik und Theater schmunzelnd ein: „Wir wollten mit dieser Aktion neugierig machen. Schlau wird nur, wer nach dem ersten Staunen auch hingeht.“ Denn dann kann man, ganz weit unten, den Zusatz lesen: „Bayreuth 2013 – 200 Jahre Richard Wagner“.
Erstes Ausrufezeichen
Es ist das erste sichtbare Ausrufezeichen, das die Stadt, in der Richard Wagner lebte und wirkte, mit Blick auf das Wagner-Doppeljubiläum 2013 noch während der Festspielzeit setzt. Die Rechnung scheint aufzugehen. Richter: „Die Leute reden darüber. Wir haben auch schon viel positive Resonanz bekommen.“
Insgesamt rechnet Richter für das Jubiläumsjahr 2013 mit einem Etat von bis zu vier Millionen Euro. Die Stadt selbst lässt sich die Ganzjahresfeier ihres berühmtesten Botschafters maximal 1,5 Millionen Euro kosten, den Rest der beschlossenen Wunschsumme sollen Bund, Oberfrankenstiftung, der Bayerische Kulturfonds, weitere Zuschussgeber sowie Sponsoren aufbringen.
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