10.08.2011, 13:16 Uhr
BERLIN. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hat zurückhaltend auf die Sparpläne des Energieriesen Eon und mögliche Einschnitte am Standort München reagiert. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dagegen hat den geplanten Stellenabbau beim größten deutschen Energieversorger Eon scharf kritisiert.
"Die Straffung der Verwaltungsstrukturen ist eine unternehmerische Entscheidung, die wir respektieren müssen - auch wenn jeder in Bayern wegfallende Arbeitsplatz sehr bedauerlich ist", teilte Zeil am Mittwoch mit. Eon hatte nach tagelangen Spekulationen bestätigt, dass der Konzern angesichts des Atomausstiegs prüft, mittelfristig weltweit 11.000 Jobs zu streichen - vor allem in der Verwaltung.
Befristet bis 2012
"Wir verurteilen, dass der Konzern die anstehenden Veränderungen der Rahmenbedingungen, die durch Ertragseinbußen notwendig geworden sind, überproportional auf dem Rücken der Beschäftigten austragen will", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Der Gewerkschaft zufolge soll der Abbau zu 60 Prozent in Deutschland erfolgen.
Bestehende Vereinbarungen zur Arbeitsplatzsicherung sind laut Verdi befristet bis Ende 2012. Die Gewerkschaft fordert nun einen weiteren verbindlichen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über 2012 hinaus.
dpa/Foto: dpa
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