02.08.2011, 15:58 Uhr
Von Eric Waha
RAMSENTHAL/BAYREUTH. Seit drei Jahren steht die Brücke über die Bahnstrecke Bayreuth-Neuenmarkt in der Landschaft bei Crottendorf. Ohne Anschluss. Der kommt jetzt ab Herbst, allerdings mit deutlicher Kostensteigerung: Statt 3,7 Millionen Euro wird die Bahnüberführung mit Umgehungsstraße 9,4 Millionen Euro kosten. Und das sei noch die günstigste Lösung, sagt der Leiter der Straßenbauabteilung bei Staatlichen Bauamt Bayreuth, Kurt Schnabel.
Schnabel ist nicht unbedingt zu beneiden. Als er Leiter der Straßenbauabteilung wurde, hat er das Projekt mit übernommen. Und er muss jetzt erklären, warum das Projekt dessen vordringliches Ziel es ist, den Vorgaben des Eisenbahnkreuzungsgesetzes gerecht zu werden, fast sechs Millionen Euro mehr kostet als einst geplant. Das bedeutet: 9,4 Millionen Euro Kosten, um einen unfalltechnisch unauffälligen Bahnübergang auf der Staatsstraße 2183 zwischen Bindlach und Ramsenthal zu beseitigen. „Man nennt das eine So-da-Brücke, weil sie einfach so da ist“, sagt Schnabel im Kurier-Gespräch mit einer deutlichen Prise Sarkasmus. Um gleich darauf wieder sehr ernst zu werden: „Es gibt keine wirtschaftliche Alternative für die Brücke. Deshalb hat man sie auch Teil einer haushaltsrechtlichen Genehmigung gemacht.“ „
Denkmal der Dummheit“
Das, sagt Schnabel, habe er vor wenigen Tagen auch der CSU-Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer bei einem Besuch zusammen mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck an dem Bauwerk
erläutert, dem der Volksmund den unmissverständlichen Titel „Denkmal der Dummheit“ gegeben hat.
Foto: Waha
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