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28.07.2011, 20:08 Uhr

 

Wegweisendes Pilotprojekt bei der Handwerkskammer: Raus aus den Hilfsjobs

BAYREUTH. Die beruflichen Abschlüsse von Migranten anerkennen und sie bis zur Gesellenprüfung weiterqualifizieren. Das ist der Zweck eines Pilotprojekts, das jetzt erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

Gesellenbrief in der Hand, Arbeitsvertrag in der Tasche: Lehrgangsbester Denis Voronov und seine neue Chefin Claudia Ebert. Foto: Harbach

Der Sitzungssaal der Handwerkskammer war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als gestern acht Gesellenbriefe verliehen wurden. Etwas viel Tamtam? Mitnichten. Die frisch gebackenen Gesellen sind nämlich Absolventen eines besonderen Programms. Unter dem Namen Quali-Adapt ging es darum, die beruflichen Abschlüsse von Migranten zunächst zu kategorisieren und die Teilnehmer an dem Programm dann in zehn Monaten bis zur Gesellenprüfung weiterzuqualifizieren. Hintergrund ist, dass es bislang für Einwanderer kaum eine Möglichkeit gibt, ihre in der alten Heimat erworbenen Abschlüsse hierzulande anerkennen zu lassen. Die Folge: Viele Qualifizierte oder gar Hochqualifizierte bekommen lediglich Hilfsarbeiterjobs.

Bundesgesetz

Dank der unter Federführung der Handwerkskammer (HWK) Oberfranken für ganz Bayern durchgeführten Standardisierung, könnten die erarbeiteten Abläufe im kommenden Jahr zum bundesweiten Musterverfahren werden. Dann soll ein Bundesgesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Kraft tritt. „Unter anderem die Kammern werden mit der Umsetzung betraut, und dann haben wir schon ein Instrument in der Hand“, sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitagsausgabe des Kuriers.




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