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25.07.2011, 18:48 Uhr

 

Nah dran an den Promis

Von Lisa Roderer

BAYREUTH. Während die deutsche und internationale Prominenz den roten Teppich entlang stolzierte und Kanzlerin Merkel mit Papierblättern beworfen wurde, haben wir uns mit den Zaungästen der Festspielpremiere unterhalten.

 

Für Achim von Almrich ist es eine große Ehre in der Stadt von Wagner und Liszt an den 100. Festspielen teilzunehmen.
Für Achim von Almrich ist es eine große Ehre in der Stadt von Wagner und Liszt an den 100. Festspielen teilzunehmen.
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"Ich freue mich, dass es nach den dunklen Zeiten endlich in die richtige Richtung geht", sagt Achim von Almrich. Er bezeichnet sich als Mahner. Mit seiner Anwesenheit möchte er immer wieder an die toten Juden im dritten Reich erinnern. "Ursprünglich komme ich aus Leipzig, also Wagners Geburtsort." Und als Schüler eines Urenkels von Liszt und Brahms ist es für ihn eine "große Ehre an den 100. Festspielen vor Ort sein zu können".

Die Faszination der Zaungäste

Die Lehrs sind auf den Grünen Hügel gekommen, um vielleicht doch noch im letzten Augenblick eine der begehrten Karten zu bekommen. Während sie aber noch auf die eintreffende Prominenz warten und eifrig Fotos schießen, schwindet diese Hoffnung immer mehr. "Aber einfach mal dabei zu sein und auf die Ehrengäste zu warten, ist auch nicht verkehrt", lacht Winfried Lehr.

Im Vorbeigehen spricht eine junge Frau in ihr Handy. Begeistert klingt sie nicht, als sie ihrem Telefonpartner von ihrem ersten Premierenbesuch am Hügel erzählt: "Das war so gar nicht spektakulär. Promis halt, aber sonst ist nichts aufregendes passiert." Und das obwohl es beinahe zu einem Eklat mit einem älteren Mann gekommen wäre, der Papiere in die Luft warf, als Kanzlerin Merkel eintraf und dann auch noch über die Absperrung klettern wollte.Für Karl P. ist es auch die erste Auffahrt. "Normalerweise sind wir immer im August hier, aber dieses Jahr sind wir zufälligerweise schon zur Premiere in Bayreuth." Insgesamt hat er schon rund 100 Stücke gesehen - aktweise. "Manche Leute, die in den ersten zehn Reihen die Karten geschenkt bekommen haben, halten eine Oper nicht durch und gehen nach dem ersten Akt wieder. Da hatte ich schon ein paar Mal ein gutes Händchen, um doch noch etwas von der Oper zu sehen."

Fotos: Lisa Roderer



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