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15.07.2011, 16:43 Uhr

 

Eine Initiative will eine Kommunbrauerei gründen und sie am Schlosspark ansiedeln

Von Werner Reißaus

THURNAU. Gibt es in Thurnau bald eine Brauerei? Karl-Heinz Lauterbach und Sebastian Hacker von der Initiative „Thurnauer Kommunbrauerei“ haben das Ziel, auf dem Gelände am Schlosspark 2 eine Kommunbrauerei einzurichten.

 

„Wir sind eine Gruppe von Bürgern aus Thurnau und der Region“, erläutert Karl-Heinz Lauterbach auf die Frage, wer hinter der Idee steht. „Was uns verbindet, ist das Interesse für das Brauhandwerk und die Begeisterung für das Areal am Schlosspark 2.“

An der Gaststätte Schlossbräu auf der Terrasse am See bei einem Bier, hegte man zuerst den Gedanken: Das Gelände der früheren Brauerei Rehe wäre ein idealer Standort für eine Thurnauer Kommunbrauerei. Denn: „Mit der Verankerung traditioneller fränkischer Brau- und Wirtshauskultur auf dem Gelände könnte Besuchern aus nah und fern ein ganz besonderes Erlebnis geboten werden.“ Das Gelände werde von Schloss, Schlosspark und Schlossweiher quasi eingerahmt und verfüge somit über ein im Landkreis Kulmbach einzigartiges Ambiente. In dem Objekt sei früher schon eine Brauerei betrieben worden. Bis heute wird es gastronomisch genutzt. „Es bringt daher viele Voraussetzungen mit, die anderswo erst geschaffen werden müssen“, sagt Karl-Heinz Lauterbach. Mit einer Kommunbrauerei wären die Veranstaltungsstätte Schloss Thurnau und das Zentrum von Thurnau um eine Attraktion reicher.

Für den Standort spreche ferner die sehr gute verkehrstechnische Anbindung der Marktgemeinde und ihr großes Einzugsgebiet, so Lauterbach. „So muss zum Beispiel jeder Kulmbacher, der eine der Kleinbrauereien in der Fränkischen Schweiz besuchen will, mehr oder weniger an Thurnau vorbeifahren.“ Dass die in Thurnau ansässige Gastronomie das Projekt eventuell kritisch sehen könnte, glauben die beiden Männer nicht. „Sollte die Umsetzung gelingen, würde aufgrund der höheren Besucherfrequenz die gesamte Thurnauer Gastronomie profitieren“, ist Sebastian Hacker überzeugt. „Zudem schaffen wir keinen zusätzlichen Wettbewerb, da das Objekt bereits gastronomisch genutzt wird. Wir würden nur Thurnauer Bier brauen und sehen derzeit keinen Grund, warum das nicht alle Thurnauer Gastronomen ausschenken sollten.“

Einige konkrete Pläne gibt es bereits: „Wir haben über einen längeren Zeitraum schon einiges an Vorarbeit geleistet. Im Moment sehen die Überlegungen so aus, im Nebengebäude eine Kleinbrauerei zu installieren, die von der Biergarten- und Seeseite her einsehbar ist“, beschreibt Lauterbach das Vorhaben. „Es sind ferner bauliche Maßnahmen am Hauptgebäude und den Außenanlagen erforderlich, um eine bessere Auslastung der vorhandenen räumlichen Kapazitäten sowie eine Optimierung der Abläufe zu erreichen.“

Wie so oft, steht und fällt alles mit der Finanzierung: „Sie lässt sich nach unserer Einschätzung nur durch die Gründung einer Genossenschaft realisieren, an der sich dann dem Gedanken einer Kommunbrauerei entsprechend, ausreichend viele Bürger aus Thurnau und der Region beteiligen. Wir prüfen ferner die Möglichkeit von Fördergeldern.“

Die weiteren Schritte sind auch schon geplant, wie Sebastian Hacker verrät: „Wir werden in Kürze auf einer ersten Informationsveranstaltung unsere bisherigen Überlegungen vorstellen und zur Diskussion stellen.“ Jeder Interessierte könne schon jetzt mit der Initiative Kontakt via Internet aufnehmen. Auf der Homepage werde über die Entwicklung und den aktuellen Stand informiert.

 INFO  Die Internetadresse lautet:

http://brauinitiative-thurnau.de.tl

Foto: red




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